Die Gutmenschen und die Ausländergewalt

Da schreibt einmal einer in der deutschen Presse gegen die Vertuschung von Ausländerkriminalität an. Abgesehen davon, dass Matthias Kamann in der Welt nicht auffällt, dass die Medien dabei eine zentrale Rolle spielen, gibt er unfreiwillig den Blick frei auf die grenzenlose Naivität vieler Gutmenschen, denn er scheint selbst zu dieser Sorte zu gehören.

"Was zwingt Integrationspolitiker und generell viele Bürger mit wohlwollender Haltung gegenüber Einwanderern dazu, nach Enthüllungen über Schwerstkriminalität unter Migranten zu reden wie verbohrte Reaktionäre und uneinsichtige Beschwichtiger?"

"Warum werden, noch bevor der Schrecken betrachtet oder analysiert worden ist, gleich Salven der Relativierung und des Verdachts gegen vermeintliche Ausländerfeinde abgeschossen, wenn nun im Buch der verstorbenen Berliner Richterin Kirsten Heisig die Gewalttaten junger Migranten und die staatsfeindlichen Strategien ihre Familien beschrieben werden?"

Die gestellten Fragen sind in Ordnung, die Antworten jedoch katastrophal: Einerseits kommt der Welt-Schreiber zu dem Ergebnis, dass man Ausländern mit Verschweigen, Vertuschen und Beschwichtigen nicht nütze, weil sie selbst die Opfer der Gewalt seien. Denn es seien türkische Mädchen, vietnamesische Viertklässler und italienische Busfahrer-Söhne, die da misshandelt, verprügelt und beraubt würden.

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Ganz abgesehen von massiven Zweifeln am Wahrheitsgehalt der Behauptung, dass Einheimische praktisch nie die Opfer von Ausländergewalt sein sollen, provoziert das natürlich Gegenfragen: Wenn die Opfer Einheimische wären und wenn man den Ausländern mit der Vertuschung nutzen würde, wär’s dann in Ordnung?

Dazu passt dann auch das Allheilmittel, mit dem Herr Kamann gegen Mafia-Clans, Frauenunterdrückung und Schlägerbanden vorzugehen gedenkt: mit der Aufklärung. Man muss den Leuten einfach nur sagen, dass sie Böses tun. Immerhin hat man so, glaubt der Autor, Kinderheime, Kasernen und deutsche Familien von Gewalt und die Kirche vom Missbrauch befreit. Nach diesen positiven Erfahrungen wird so ein libanesisches Drogenkartell mit elfjährigen Dealern sicher keine große Hürde darstellen.

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