Exklusiv bei APCOA: Parken im Wasser

Mit 1,3 Millionen Parkplätzen an 5.700 Standorten in 18 Ländern ist das in Amerika gegründete Unternehmen APCOA (Airport Parking Corporation Of America) laut eigenem Firmenprofil Europas größter Parkraumbewirtschafter. In Österreich werden 49.000 Stellflächen angeboten, der Großteil davon in der Bundeshauptstadt Wien. Bei so vielen Parkplätzen verliert selbst das Unternehmen schon mal die Übersicht und hebt trotz katastrophaler Zustände nicht unerhebliche Parkgebühren ein.

So geschehen am 27. Mai diesen Jahres, als ein Besucher des Medienabends mit dem Dritten Nationalratspräsidenten Martin Graf gegen 19 Uhr sein Auto am Parkplatz Donauinsel abstellte. Was ihm bereits beim Abstellen seines Fahrzeuges auffiel: Das Gelände ist dort außerordentlich uneben und erinnerte ihn im ersten Moment eher an einen Grenzposten zwischen China und der Mongolei.

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ParkplatzAls der Fahrer nach gut fünf Stunden gegen Mitternacht zu seinem PKW zurückkehrte, um sich auf den Heimweg zu machen, hatte sich der Parkplatz dank nächtlicher Regenschauer in eine überdimensionale Riesenlacke verwandelt. Um zum Auto zu gelangen, musste der verärgerte Besucher durch knöchelhohe Pfützen waten. Den Stein des Anstoßes, eine schriftliche Beschwerde an das Unternehmen zu richten, bildete dann aber die Gebühr für das Parken im Wasser: wohlfeile 21 Euro.

Die Antwort der Firma APCOA fiel standardisiert aus: "Grund und Boden ist heute – insbesondere in Ballungszentren – von erheblichem Wert und kann vom Eigentümer zur Benützung nicht zum Nulltarif zur Verfügung gestellt werden." Die Tarife am Parkplatz Donauinsel würden auf betriebswirtschaftlichen Erfordernissen und der gegebenen Marktverträglichkeit basieren und dem ortsüblichen Niveau entsprechen, heißt es weiter.

Die Firma APCOA ist also weder bei der Preisgestaltung noch in ihrem Antwortschreiben willens, auf den katastrophalen Zustand dieses Parkplatzes einzugehen, der bei Regen de facto unbenützbar wird. Unser Tipp daher: Meiden Sie ihn und fahren Sie mit der U-Bahn auf die Donauinsel!

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