Umstandsmode für Soldatinnen

Das Österreichische Bundesheer gilt als notorisch unterfinanziert. Zuletzt machte das Heeresbudget nur noch 0,63 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) aus. Zwischen 1,11 und 1,18 Prozent müsste es allerdings liegen, um die operativen Fähigkeiten des Heeres sicherzustellen. SoldatinDennoch muss das von einem ehemaligen Zivildiener geführte Verteidigungsressort heuer nochmals um 80 Millionen Euro abspecken, um zur Sanierung des Staatshaushaltes beizutragen. Während die Kasernen verfallen und die Waffen eingemottet werden, ist hingegen für maßgeschneiderte Uniformen offenbar genug Geld vorhanden.

Anlass für einen Erlass des Ministeriums war die Schwangerschaft einer Salzburger Berufssoldatin, deren Uniformteile angepasst werden mussten, weil der Babybauch im Dienstanzug 75 keinen Platz hatte. Künftig wird es daher ergänzend ein Umstandsfeldhemd und eine Umstandsfeldhose geben. Beim Kampfanzug 03 sind Jacken und Hosen ohnedies relativ weit geschnitten, weshalb die Teile während der Schwangerschaftsphase in entsprechender Größe auszufassen sind, heißt es in dem Erlass. Gleiches gilt für Nässeschutzjacken und -hosen sowie für die Thermobekleidung. Bei Bedarf könnten Anpassungen zudem in der Bundesheerschneiderei erfolgen.

Den Ausgangsanzug in Grau oder Weiß wird es aus Kostengründen nicht als Umstandsmodell geben. Dieser könnte jedoch bei einem Vertragsschneider adaptiert werden. Die entstehenden Kosten würden schließlich aus der Forterhaltungsgebühr refundiert werden.

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Allzu viele Frauen wird die Maßschneiderei dennoch nicht betreffen: Derzeit sind 363 Soldatinnen beim Bundesheer im Einsatz.

Foto: Bundesheer

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