Deutschland muss Lehrer aus der Pension zurückholen

Annähernd 45.000 Lehrkräfte werden zu Beginn des neuen Schuljahres im Herbst in deutschen Klassenzimmern fehlen. Diese Befürchtungen hat der Philologenverband vor kurzem geäußert. Bereits im abgelaufenen Schuljahr hatten rund 10.000 Pädagogen unterrichtet, die eigentlich schon längst in Pension waren. Nun sollen erneut pensionierte Lehrer sowie Quereinsteiger kurzfristig Abhilfe schaffen.

LehrkabinettDerzeit sind an bundesdeutschen Schulen rund 770.000 Lehrer tätig. Gegenüber dem Vorjahr hat sich der Lehrermangel nochmals um 60 Prozent verschärft. Besonders groß ist der Mangel in den Bereichen Naturwissenschaften und Mathematik, wo bis zu 30.000 Pädagogen fehlen. Die rund 300 staatlichen Gymnasien in Bayern haben 460 Mathematiklehrer für das neue Schuljahr angefordert, aber nur 180 bekommen. In den kommenden fünf Jahren droht darüber hinaus ohnehin ein Supergau. Bis 2015 werden aus Altersgründen nämlich an die 300.000 Lehrer ausscheiden – pro Jahr beenden aber nur 26.000 ihr Lehramtsstudium.

Einig sind sich Lehrervertreter und Politiker, dass etwas für den Lehrernachwuchs getan werden müsse. Derzeit sieht sich der Berufsstand einem unattraktiven Arbeitsklima gegenüber. Durch die Föderalismusreform von 2006 haben die Länder freie Handhabe, was beispielsweise die wöchentlichen Unterrichtsverpflichtungen oder die Lehrergehälter betrifft. Dies führt zu einem verschärften Wettbewerb um die Junglehrer. In der Bundeshauptstadt Berlin werden die Pädagogen nicht mehr als Beamte, sondern nur noch als Angestellte eingestellt – ohne Weihnachts- und Urlaubsgeld. Der Basissatz des Gehalts ist von 2001. Bayern lockt hingegen mit mehr Gehalt und geringerem Arbeitspensum.

Auf der anderen Seite wissen viele Berufsanfänger nicht, welcher Bedarf zurzeit herrscht. Ein Grund warum der Deutsche Lehrerverband eine bundesweite Lehrerbörse zur Bündelung von Stellenangeboten fordert. Aus der Kultusministerkonferenz heißt es, dass momentan an einer Umfrage zum Einstellungsbedarf gearbeitet werde.

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In vielen Schulen Deutschlands ist aber auch die Multi-Kulti-Realität ein Abschrecker für junge Lehrer. Besonders in den Problembezirken der größeren Städte sehen sich Pädagogen mit einer muslimischen Macho-Kultur konfrontiert, die nicht selten im Klassenzimmer oder am Pausenhof zu Gewalt gegen Mitschüler führt. Paradebeispiel ist die Horror-Hauptschule Essen-Karnap in Nordrhein-Westfalen, die in der traurigen ARD-Dokumentation „Kampf im Klassenzimmer“ nach Mitternacht Berühmtheit erlangte. Dort sind über 70 Prozent der Schüler sind Muslime. 2006 verlangten Lehrer der Berliner Rütli-Schule in Neukölln die Auflösung der Schule, weil sie der Gewalt durch die ausländischen Schulkinder nicht mehr standhalten konnten. Viele wurden im Namen des Islam mit dem Tode bedroht. Der Chef des Deutschen Philologenverbands warnt: „Ab einem Migrantenanteil über 40 Prozent wird das Lerntempo spürbar verlangsamt. Dies kann sich im Laufe der Schulzeit auf einen Lernrückstand von einem ganzen Schuljahr summieren.“

Foto: Karl-Heinz Laube / Pixelio.de

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