Ein gerechtes Steuersystem für unsere Familien

FPÖ-Familiensprecherin Anneliese Kitzmüller und Finanzsprecher Lutz Weinzinger präsentierten heute in ihrer Pressekonferenz familienfreundliche freiheitliche Steuerpolitik. Das derzeitige Steuersystem benachteiligt Familien gegenüber Kinderlosen erheblich. Die finanzielle Situation eines Steuerzahlers hängt nämlich nicht nur von dessen Einkommen, dafür umso mehr von seinen Unterhaltspflichten – der Familiengröße – ab. Steuerliche Absetz- und Freibeträge sind keine Alternative zum gerechten System des Familiensteuersplittings, wie es sich in Frankreich seit Jahren bewährt.

Und so funktioniert das freiheitliche Modell des Steuersplittings: das Einkommen der Haushaltsmitglieder wird addiert, anschließend wird der individuelle "Familiendivisor" ermittelt. Erwerbstätige Erwachsene werden mit 1 gewichtet, nicht erwerbstätige mit 0,6 und jedes Kind mit 0,5.

Ein Beispiel für die Ersparnis: Wenn bei einer Familie mit drei Kindern nur ein Elternteil arbeitet und ein Bruttoeinkommen von 3500 Euro monatlich erzielt, so beträgt der Familiendivisor 3,1 (1 + 0,6 + 0,5 + 0,5 + 0,5). Entsprechend reduziert sich die Steuerbemessungsgrundlage auf 1130 Euro monatlich. Dieses Einkommen ist sterefrei. Auch beim Multiplikation mit dem Familiendivisor bleibt somit eine Steuerlast von Null, während der Alleinverdiener nach dem gültigen Individualsteuermodell mehr als 600 Euro abgezogen bekommt. Netto bleiben der Familie somit statt 2200 mehr als 2800 Euro übrig.

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Pro Haushaltsangehörigen, sprich Vater, Mutter und Kinder, kann mithilfe dieses Konzeptes die Steuerbelastung um bis zu 4.000 Euro jährlich verringert werden. Für eine vierköpfige Familie bedeutet das eine Entlastung von bis zu 16.000 Euro im Jahr. Familien- und kinderfreundliche Familienpolitik und in der Folge eine höhere Geburtenrate sind der einzige Ausweg aus der Vergreisung unserer alternden Gesellschaft. Massenzuwanderung, wie sie in den letzten 40 Jahren praktiziert wurde, ist keine wünschenswerte Lösung und bringt gesellschaftliche Probleme mit sich. Es wäre sinnvoller, eine Familiendebatte anstatt der gegenwärtigen Zuwanderungsdiskussion zu führen.

Umfragen zeigen, dass sich österreichische Jugendliche im Schnitt zwei bis drei Kinder wünschen. Die tatsächliche Kinderzahl ist nicht einmal halb so hoch, schuld daran sind die gegenwärtigen Rahmenbedingungen. Es liegt an unserer Gesellschaft, die Weichen in die richtige Richtung zu stellen und es unserer jungen Generation zu erleichten, Familien zu gründen und ihren Wunsch nach Kindern zu verwirklichen.
 

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