Wie viel „Social Media“ brauchen wir noch?

Soziale Netzwerke nehmen mehr und mehr Platz in unserem elektronischen Dasein ein – kaum einer Internetpräsenz fehlt der integrierte "Gefällt mir"-Schalter, der den Besuch der Website sogleich auf Facebook kundtut. Der Bekanntheitsgrad einer Person wird an Lesern ihrer 140 Zeichen langen Twitter-Nachrichten gemessen, und Webshops verdienen Millionen damit, Smartphones mit immer ausgefalleneren Zusatzfunktionen auszustatten. Wo führt der Trend der zunehmenden Vernetzung und Digitalisierung hin?

Gerade in unserer Zeit entwickelt sich die Technologie so schnell wie nie zuvor. Einige dieser neuen Entwicklungen, die den Weg an die Öffentlichkeit finden, werden dort mit besonderer Begeisterung aufgenommen: Es werden bisher ungeahnte Dinge ermöglicht, die Begeisterung steckt auch Menschen an, die normalerweise nicht an der vordersten Front der technischen Entwicklung interessiert wird – und die rasant steigenden Nutzerzahlen erwecken gleichermaßen das Interesse neuer Nutzer wie gewiefterr Unternehmer, die in dem Boom eine Chance für neue Geschäftsideen sehen.

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Es scheint so leicht zu sein, durch die Entwicklung von Facebook- oder iPhone-Applikationen an Geld zu kommen. Zahlreiche Beispiele zeugen davon, wie viel Geld sich durch den Segen der Technik mit unglaublich wenig Arbeit machen lässt. Doch bei näherer Betrachtung des Szenarios drängen sich dem Beobachter einige Parallelen auf: Vor rund zehn Jahren ging ein ähnlicher Boom um die Welt – hier war die segensreiche Technologie das Internet selbst. Und genauso wie die Social Networks nun annähernd omnipräsent sind, wurde das neue Medium in der Wirtschaft zu einem Hype – nur um wenig später die Internet-Blase platzen und unzählige Unternehmen in den Konkurs stürzen zu lassen.

Auch die Social Networks werden – nach der Phase der Begeisterung – einen merklichen Dämpfer im sozialen und wirtschaftlichen Gefüge um sie herum hinterlassen. Doch ist die Enttäuschung über die vorangegangene Überschätzung erst einmal abgeklungen, können wir damit rechnen, die momentan so heftig propagierten sozialen Netzwerke als alltäglichen (jedoch nicht besonders aufregenden) Bestandteil unseres elektronischen Tagesablaufes zu betrachten.

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