Wien in Zahlen: Mehr Schulden, aber nicht mehr Investitionen

Wien ist anders, aber nicht besser, schrieben wir und treten nun anhand der Zahlen aus dem Wiener Rechnungsabschluss den Beweis an. Die belegen nämlich, dass sich die Bundeshauptstadt in der Ära Häupl in eine falsche Richtung entwickelt hat – unabhängig davon, was bestellte Studien vor der Landtagswahl die Bürger glauben machen wollen.

Das Erste, was bei schneller Betrachtung des Rechnungsabschluss aus dem Jahr 2009 sofort ins Auge springt, ist, dass der Schuldenstand der Stadt Wien um 491 Millionen Euro gestiegen ist. Das bedeutet, dass die SPÖ es geschafft hat, einen ohnehin schon riesigen Schuldenberg noch einmal um 35,5% anwachsen zu lassen – auf mittlerweile 1,874 Milliarden.

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Verantwortlich dafür waren vor allem Einnahmenausfälle, bedingt durch die Finanzkrise, der die Stadt Wien allerdings nur sehr halbherzig entgegen gesteuert hat. Ein mittelfristiger Budgetvergleich zeigt, dass die Investitionen der Stadt in der Krise nicht ausgeweitet wurden. Die SPÖ schafft es nur bei Hochkonjunktur, die Investitionsquote zu heben. Keine Kunst, wenn die Wirtschaft boomt und entsprechende Einnahmen zur Verfügung stehen. In Zeiten der Krise, in denen alles unternommen werden sollte, den Investitionsanteil zu erhöhen, wurde dieses Ziel nicht erreicht. Somit konnte gerade einmal das Investitionsniveau des Hochkonjunkturjahres 2007 aufrecht erhalten werden, zusätzliche Impulse für die Wirtschaft waren aber nicht möglich.

Lesen Sie morgen: Probleme bei Wiener Stadtwerken und Wiener Linien.

Foto auf der Startseite: Thorben Wengert / Pixelio.de

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