Wiens Spitäler sind dank Budgettrick überschuldet

Nicht nur die Wiener Stadtwerke entwickeln sich zum Problemfall, auch die Wiener Spitäler kosten die Stadt immer mehr Geld, das zu geben die rote Stadtregierung zuletzt allerdings nicht bereit war.

Aus dem Wiener Gemeindebudget fließt jährlich ein Betriebskostenzuschuss an den Krankenanstaltenverband (KAV). Dieser Zuschuss erhöhte sich von 547 Millionen Euro im Jahr 2007 auf 830 Millionen im Jahr 2009. Doch selbst darin ist die wahre Kostenexplosion nicht abgebildet. Der KAV erwirtschaftete 2009 nämlich einen Verlust von 117 Millionen, den die Stadt nicht durch einen höheren Betriebskostenzsuchuss ausglich.

Dieser ungenügende Betriebskostenzuschuss zwang die Spitäler (im Bild das AKH) dazu, im Vorjahr Rücklagen in der Höhe von 89 Millionen Euro aufzulösen. Dadurch weist die Bilanz des KAV zum 31.12.2009 erstmals ein negatives Eigenkapital in der Höhe von 51 Millionen Euro aus.

Die zuständige Stadträtin Renate Brauner hat durch ihren ungenügenden Betriebskostenzuschuss bewusst in Kauf genommen, dass in der Bilanz 2009 des KAV erstmals eine Überschuldung der Wiener Spitäler ausgewiesen ist – dies natürlich zugunsten des Wiener Gesamtbudgets, das aber auch ohne die ehrliche Verbuchung des Verlustes in den Spitälern schlimm genug dasteht.

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