Wo in Wien das Geld der Steuerzahler versickert

Trotz der großteils starken Wirtschaft in der abgelaufenen Legislaturperiode hat die rote Wiener Stadtregierung schon seit 2006 ein massives Belastungspaket für die Bürger geschnürt, das jeden Haushalt vor allem über gestiegen Energiepreise und sonstige Gebühren kräftig zur Kasse bittet. Warum war das nötig, fragt man sich, wo bis zum Beginn der Finanzkrise doch alles einwandfrei lief.

Der Grund ist wohl in der massiven Steuergeldverschwendung zu suchen. Die Liste der Skandale mit Beteiligung der Stadt Wien ist lang. Alleine das Baudebakel um den Skylink-Terminal am Flughafen Wien dürfte der Stadt einen Schaden von 500 Millionen Euro bescheren. Kostenintensiv wird auch der Bau des Krankenhauses SMZ Nord, der 250 Millionen mehr verschlingt, als ursprünglich budgetiert wurde. 300 Millionen Euro könnten auf die Stadt aus den umstrittenen Cross-Boarder-Leasing-Geschäften zukommen, befürchten die Freiheitlichen. 200 Millionen gingen durch Veranlagungen mit Aktien und anderen spekulativen Finanzinstrumenten flöten.

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Der Skandal um mutmaßliche Preisabsprachen von Installateuren im Umfeld von Wiener Wohnen und einen SPÖ-Bezirksrat hat die Bewohner der Gemeindebauten bis zu 62 Millionen gekostet. 23 Millionen wurden am Pratervorplatz vernichtet. 21 Millionen verschlang die Neugestaltung der Karlsplatzpassage inklusive Zwangsabsiedelung alteingesessener Geschäfte.

In Summe ergibt sich aus den Skandalen und Kostenexplosionen für Wien ein Schaden von rund 1,5 Milliarden Euro. Chaos ist für das Planungsversagen der Stadtregierung wohl noch ein schmeichelhafter Ausdruck.

Lesen Sie morgen: So will die FPÖ das Stadtbudget auf Vordermann bringen.
 

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