Systemkrise, nicht Finanzkrise!

Finanzminister Pröll sprach in seinem „Sommergespräch“ immer nur von der Finanzkrise und versuchte zu erklären, wie man diese am besten bekämpfen könne und wie in einiger Zeit die wirtschaftliche Situation sich wieder verbessern werde. In Wirklichkeit stecken wir aber nicht nur in einer Finanzkrise, wie sie schon öfter in der Nachkriegsgeschichte vorhanden war, sondern wir sind mitten in einer Systemkrise. Unser heutiges Geldsystem ist wegen grundlegender Konstruktionsfehler und durch verschiedene irreparable Fehlentwicklungen dem Untergang geweiht.

Gastkommentar von Dr. Susanne Winter, Nationalratsabgeordnete der FPÖ

BildWer sich heute fragt, wie sich die gesamte wirtschaftliche und finanzielle Situation in Zukunft „weiterentwickeln“ wird, der kommt um eine gründliche Beschäftigung mit der Vergangenheit nicht herum. Ein Rückblick in die Geschichte zeigt, dass sich der gegenwärtige Vorgang in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen schon öfters wiederholt hat. Das heutige Finanzsystem ist in keiner Weise besser oder sicherer als jenes vergangener Generationen. Unser Geldsystem durchläuft einem rund zwei Generationen dauernden Zyklus von Aufbau, Börsenboom und Wirtschaftskrise, an dessen Ende bisher immer ein Crash der Börse und des Geldsystems stand. Leider Gottes steht nicht selten auch Krieg am Ende dieses Zyklus. Es scheint, als ob die Welt sich zur Zeit dem Ende eines Zyklus nähert.

Der Zinseszinsprozess, der auch die Hauptursache für die enormen Schuldenberge dieser Welt ist, verlangt von der Wirtschaft permanentes Wachstum. "Wachstumsdellen" wie durch die aktuelle Krise führen zu einem Rückstand, der irgendwann nicht mehr aufzuholen ist, zumal er noch dazu durch noch mehr neue Schulden übertüncht werden soll. Manche Ökonomen vergleichen dieses verordnete Wachstum mit dem Entstehen bösartiger Tumore im menschlichen Körper. Am Anfang der Erkrankung ist nur eine einzige Krebszelle im Körper vorhanden, die sich jedoch immer weiter teilt bis am Ende der ganze Körper vom Krebs durchsetzt ist und der Mensch daran stirbt.

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Mit Steuererhöhungen, Rettungs- und Konjunkturpaketen, wie sie Finanzminister Pröll vorschlägt, lassen sich die wirtschaftlichen und finanziellen Probleme unserer Tage nicht mehr lösen. Alles was damit erreicht wird ist, dass „der große Knall“, ähnlich wie das im Jahr 1929 geschah, einige Zeit in die Zukunft verschoben und die „Fallhöhe“ weiter gesteigert wird. Dafür dürfte der Aufschlag auf dem Boden der Realität umso heftiger werden, wenn nicht rechtzeitig ein Umdenken erfolgt. 

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