Wenn Medien die Meinungsfreiheit boykottieren

In Österreich herrscht angeblich Meinungsfreiheit. Doch gewissen Meinungen scheinen nicht erlaubt, besonders wenn Wahlkampf ist. Diese Erfahrung musste nun der Wahlkampfleiter der steirischen Freiheitlichen Fritz Probst machen. Er buchte in mehreren Tageszeitungen halbseitige Inserate. Darunter waren auch die Kronen Zeitung und die Kleine Zeitung, also die beiden meistgelesenen Zeitungen des Landes.

Obwohl die Aufträge bereits platziert wurden, weigerten sich diese und weitere lokale Medien, das Inserat der FPÖ abzudrucken. Dies wohl dehalb, weil die FPÖ ein Tabuthema aufgreifen wollte, nämlich die Islamisierung der Steiermark, die sich innerhalb von 30 Jahren verzwanzigfacht hat. Dem Inserat (siehe unten) ist zu entnehmen, dass es 1971 nur 944 Muslime gab. Im Jahr 2001 waren es 19.007 – eine Steigerung um 1913,45 Prozent. Dabei wurden die Daten der letzten Volkszählung herangezogen, die allerdings schon fast zehn Jahre zurückliegt. Tatsächlich sind es mittlerweile wesentlich mehr.

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In den Zeitungs-Redaktionen war man um Ausreden nicht verlegen: Die Gitterstäbe seien zu brutal, der Schleier passe nicht oder auch die Prozentzahlen,… An „Es ist offensichtlich hier eine Order ausgegeben worden, weil die Themen im Fleisch des Mitbewerbers bohren“, ist Probst sicher. Nun werden die Infos in Form von Flyers verteilt.

Es ist dies übrigens nicht das erste Mal, dass Inserate der FPÖ nicht abgedruckt wurden. So gab es anlässlich einer Kampagne für ein Volksbegehren ein Sujet, bei der eine verschleierte Frau zu sehen war. Der Schleier war in Blau gehalten mit EU-Sternen. Die meisten wichtigsten Medien verweigerten den Abdruck. Auch “HC-Man” ist nicht mehr willkommen. Einst gab es Comic-Schaltungen wie bei der letzten Wiener Landtagswahl und auch vor einer Nationalratswahl. Doch die Meinungsfreiheit verkraftet den HC-Man genausowenig wie verschleierte Frauen.
 

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