Sarrazin-TV: Sind seine Gegner dümmer?

Die Thilo-Show geht weiter. Nach Beckmann startete die ARD in Plasbergs „hart aber fair“ den nächsten Versuch, Sarrazin auszuhebeln. Der Moderator war um Klassen besser, die Gäste mehrheitlich ähnlich verheerend. Immerhin durfte Sarrazin ausreden.

Inhaltlich brachte die Diskussion nichts Neues. Hysterisches Betroffenheitsgekeife und-gesudere gegen unaufgeregte Fakten. Die türkisch-stämmige WDR-Journalistin Asli Sevindim benahm sich in einer Art und Weise daneben, die geeignet war, praktisch jedes Vorurteil zu bestätigen. Ihr abschätziger Gesichtsausdruck, als die Zustimmung der Zuschauer zu Sarrazins Bestandsaufnahme geschildert wurde, zeigte auch, was sie von den Menschen hält, von denen sie beruflich lebt.

Angesichts der Medieninszenierungen reift langsam ein Verdacht, der weder religiös noch kulturell oder genetisch zu begründen ist: Die Sarrazin-Gegner scheinen im Durchschnitt um ein gehöriges Stück dümmer als seine Befürworter. Bei Michel Friedman könnte das freilich auch am Kokain liegen.

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Dann schnell gezappt auf den ORF zum Club 2. Thema: „Ist das Abendland in Gefahr?“ Antwort: Nach dieser Diskussion eher schon. Fürchterlich fad dozierten Misik und Schmidinger aus der links-eitlen Wichtigmacher-Szene des Journalismus und der Politologie. Einziger Lichtblick war die türkische Frauenrechtlerin Seyran Ates. Der Vergleich mit Sevindim aus der vorigen Sendung zeigt: An den Genen kann’s nicht liegen. Am Kulturkreis – so sagt auch Sarrazin – wohl schon. Ates erhielt Morddrohungen von radikalen Muslimen, weil sie ein Buch geschrieben hat. So weit sind wir bei Sarrazin noch nicht.

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