Alkohol und Nikotin retten den Sozialstaat

Es scheint, als mache sich in der Politik ein neuer Trend zur Ehrlichkeit bemerkbar. In Deutschland geben immer mehr Politiker ihren Widerstand gegen Thilo Sarrazins Zahlen und Thesen auf und wollen nun eine offenere Debatte über die Masseneinwanderung führen – teilweise sogar ohne Tabus. Und in Russland schenkt der Finanzminister den Bürgern reinen Wein im wahrsten Sinne des Wortes ein.

Alexej Kudnir hat nämlich die Menschen in seinem Land aufgefordert, mehr zu rauchen und zu trinken. Die dadurch generierten Steuereinnahmen würden dazu beitragen, soziale Probleme zu lösen, sagt der Minister wohlgemerkt eines Landes, das Zigaretten extrem gering besteuert, nämlich mit umgerechnet knapp 13 Cent pro Packung. Angesichts des Vielfachen, das österreichische Raucher an den Fiskus abdrücken müssen, können sie sich mit Recht als Retter des Sozialstaats feiern lassen. Kudnir vergass noch hinzuzufügen, dass übermäßige Raucher und Trinker in der Regel auch jünger sterben und so das Pensionssystem entlasten…

Foto auf der Startseite: Challiyil Eswaramangalath Vipin

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