Verantwortungslose Postamtsschließung am Flughafen

Ende August wurde das Postamt Wien-Flughafen geschlossen. Bei immerhin 18 Millionen potentiellen Kunden – so viele Passagiere wurden 2009 abgefertigt – dürfte es nicht an mangelhafter Wirtschaftlichkeit liegen.

Insidern zufolge konnten sich das Management des Flughafens und die Post nicht auf eine Miete für das Geschäftslokal einigen. 18.000 Menschen arbeiten in 230 am Flughafen angesiedelten Geschäften. Abgesehen von den Passagieren ist es auch ihnen jetzt nicht mehr möglich, ihre Postgeschäfte unter zumutbarem Aufwand zu erledigen.

Die Post gab in einer Stellungnahme die lächerliche Empfehlung ab, in Zukunft das Postamt 2320 in Wien-Schwechat zu benutzen. "Das ist eine Verhöhnung der Betriebe am Flughafen und ihrer Beschäftigten. Dieses Postamt ist nicht nur fünf Kilometer entfernt, sondern verfügt auch über keine eigenen Parkplätze", ärgert sich FPÖ-Verkehrssprecher Harald Vilimsky und spricht von einem "Schildbürgerstreich erster Klasse".

Tatsächlich bedeutet die Postamtsschließung einen Wettbewerbsnachteil für den gesamten Standort. Vilimsky fordert die Post auf, umgehend wieder den Betrieb am Flughafen aufzunehmen. Die zuständige Infrastrukturministerin Dors Bures lässt mit konkreten Stellungnahmen auf sich warten.
 

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