Grüner Bundesrat will Bürger psychiatrieren

Der professionelle Umgang mit Bürgeranliegen gehört zum Tagesgeschäft aller Politiker. Menschen wenden sich mit konkreten Fragen oder Sorgen, aber auch mit inhaltlichen Vorschlägen an die Volksvertreter. Manchmal wollen sie auch nur einfach etwas loswerden.

Ein Bürger schrieb Anfang August einen Brief an Außenminister Spindelegger, um seinem Wunsch nach mehr Zuwanderung zu widersprechen. Seiner Meinung nach ist Bevölkerungswachtstum – ob durch Geburten von Österreichern oder durch Zuwanderung – nicht nötig. Man solle sich vom Gedanken des ewigen Wirtschaftswachstums verabschieden und einem Schrumpfen der Bevölkerung positiv gegenüber stehen, weil dadurch auch die globalen Probleme wie Umweltzerstörung, Klimawandel und Grünflächenvernichtung gelindert werden könnten. Schlüssig argumentiert kam der Bürger zu dem Schluss, die Forderung nach mehr Zuwanderung sei kriminell, weil dadurch die Umweltprobleme noch verstärkt würden.

Was Spindelegger geantwortet hat, ist uns nicht bekannt, wohl aber was der grüne Bundesrat Efgani Dönmez zurückgeschrieben hat – er hat den Brief in Kopie erhalten. Die Antwort zeugt von der Präpotenz und Abgehobenheit der Grünen:

Efgani Dönmez - Bundesrat der GrünenSehr geehrter Herr X,

ich bin überzeugt, dass Ihnen auf die Form und den Inhalt Ihrer aufgeworfenen Fragen eine Antwort gegeben werden kann:

Verein Freiräume
für Menschen mit psychischen Problemen
Mosergasse 6/10
A-1090 Wien
Telefon: 0699/81 35 82 45
http://www.freiraeume.at/

mfG

Efgani Dönmez

Man muss nicht den Standpunkt aller Bürger – und damit potentiellen Wähler – teilen. Wer aber auf eine ernstgemeinte Botschaft mit der Empfehlung reagiert, der Schreiber solle sich in psychiatrische Behandlung begeben, gönnt sich selbst zu viele “Freiräume”.

Gehirnwäsche dürfte derzeit aber eine grüne Domäne sein. Wie sonst sind 96 Prozent für Eva Glawischnig als Obfrau vorstellbar, wo doch die in dieser Partei angeblich so mächtige Basis in Trümmern liegt und täglich Streitigkeiten über die Medien ausgetragen werden?

Foto: Ünal Uzunkaya

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