Ist Strache wählbar? Ist „Heute“ eine Zeitung? Ist Schmitt ein Journalist?

Die Tageszeitung „Heute“ hat eine „heiße Debatte“ gestartet und stellt die Frage „Ist Strache wählbar?“. Chefredakteur Richard Schmitt bereitet für die Leser eingangs die "Fakten" auf. Wir fragen daher unsere Leser: Ist Schmitt ein Journalist oder ein Parteischreiber?

Schmitt hat nach der Veröffentlichung seines neuesten Artikels ein Glaubwürdigkeitsproblem, führt er doch nur Gründe an, die – teilweise nach grober Umdeutung – gegen die Wahl Straches sprechen. So stecke der FPÖ-Bürgermeisterkandidat „nach Auftauchen seines blauen ‚Mustafa’-Comics in einem Rückzugsgefecht“. In diesem publizistischen Stil griff Schmitt auch schon vorher des öfteren in die Tasten:

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Am 24.August mokierte er sich über einen Jahreszahl-Versprecher Straches im ORF-Sommerinterview, als dieser die zweite Türkenbelagerung Wiens auf 1863 statt 1683 datiert hatte. Das von ihm danach pompös zur Schau gestellte Wissen über das Jahr 1863 hat er offensichtlich aus dem Wikipedia-Artikel über dieses Jahr entnommen. Obwohl selbst ohne Internet-Hilfe historisch aufgeschmissen, ringt er sich in seinem Kommentar zu folgendem dramatischen Finale durch: „Vielleicht fehlen ihm nicht nur Fakten zu den Jahren Prinz Eugens, sondern auch ganze Passagen zu den schrecklichsten Ereignissen & Personen im 20. Jahrhundert? Etwa zum Faschismus, zum III. Reich etc.? Das könnte dann ja so manchen Blut- und Hass-Sager erklären.“

Am 29. September wiederum kommentiert Schmitt Straches Auftritt bei Puls 4 folgender maßen: „Ein Abend mit Mustafa & Muezzin: In der ausgezeichneten Talk-Sendung von Puls 4 wollte uns Heinz-Christian Strache, alias ‚HC Man’, gewohnt wortgewaltig erklären, warum ihn denn jemand wählen sollte. Bei mir ist seine – zugegeben telegene – Überzeugungsarbeit gescheitert.“

Also, was meinen Sie, liebe Leser: Ist Richard Schmitt als Journalist unabhängig oder parteigesteuert? Voten Sie bei uns im Internet mit und schreiben Sie dazu einen Kommentar – wir veröffentlichen die Diskussionsbeiträge gleich, nicht erst in der Freitag-Ausgabe.

Zur Abstimmung: Ist Richard Schmitt ein objektiver Journalist?

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