Die Kunst als Transportmittel der Österreich-Beschimpfung

Österreich-Beschmutzer sind am besten in Bereich Kultur aufgehoben. Im Subventionsparadies lässt es sich gemütlich auf den Staat, seine Institutionen uns seine Bürger schimpfen. Dieses Phänomen ist bei weitem nicht auf linksextreme Kreise beschränkt. Gestern wurde im „Kunstraum Niederösterreich“ im ehemaligen Landhaus in der Wiener Herrengasse die Ausstellung „Mit uns ist kein (National)Staat zu machen eröffnet“. Unter politischer Beteiligung der ÖVP nutzen Migrantenkünstler das Forum zu einer konzertierten Unmutsäußerung, um es zurückhaltend auszudrücken.

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Zur Fotogalerie: Zuwanderungs-Propaganda unter dem Deckmantel der Kunst

Die ausgestellten Werke sprechen für sich: „Bundesministerium für Fremdeabwehr, Kriminaliserung und Staatsgewalt ist in Fraktur-Schrift auf einem Schwarz-Weiß-Foto des Innenministeriums geschrieben –eine kaum nachvollziehbare Anspielung auf die Fremdenpolitik Österreichs. Ein anderer Künstler fordert „Feuer und Flamme dem rassistischen Staat“ und schreibt dazu (ohne Großbuchstaben): „wir kämpfen gegen die entmenschlichung durch eure migrationsgesetz, politiken der entrechtung und eure zäune. We don’t take your ‚democracy’ seriously. Eure formale, bourgeoise und phallische demokratie.“

Ein Highlight liefert schon der Einladungstext zur Veranstaltung: „Wie behaupten sich Nicht-EU-StaatsbürgerInnen in einem historisch multiethnischen Lebensraum, dessen aktuelle politische Lage immer wieder grundlegende Bedingungen wie Aufenthaltsstatus und Lebensrecht in Frage stellt?“

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Selbstredend wurde bei der Eröffnung auch dem Initiator der Aktion „Wahlwexel“, Karim Duarte, ein Podium geboten, der Österreicher dazu auffordert, ihr Wahlrecht nicht wahlberechtigten Zuwanderern zu überlassen. Ein sicherlich sündteures Buchprojekt zum Asylzentrum Traiskirchen wurde ebenfalls präsentiert, genauso wie eine Boulevard-Zeitung, die angeblichen Rassismus in Österreich thematisiert und titelt mit „Wir sind raus aus der EU! Der wichtigste Tag in der Geschichte Österreichs seit 1938“

ÖVP-Politikerin solidarisiert sich mit Künstlern

Das Publikum entsprach etwa zur Hälfte dem dort vermittelten Bild. Jene, die einer Ausstellungseröffnung entsprechen gekleidet waren, verließen den Kunstraum so rasch wie möglich. Dennoch versuchte die niederösterreichische ÖVP-Landtagsabgeordnete Erika Adensamer, sich so gut wie möglich anzubiedern: „Ich bin auch eine aus dem Volk so wie Sie“,verkündete sie und versprach, sich dafür einzusetzen, die Situation der Migranten in Niederösterreich zu verbessern. Dabei sprach sie ihrem Chef, Landeshauptmann Erwin Pröll, offenbar aus der Seele, war sie doch in seiner Vertretung bei der Veranstaltung.

Voll dabei sind natürlich auch die Medien, die derartigen Ausstellungen nur Positives abgewinnen können. Exemplarisch verlinken wir die Ankündigung der „Wiener Zeitung“, wo Kurator Walter Seidl mit folgendem Satz zitiert wird: "Wir wollten mit dieser Ausstellung Aspekte wie Aufenthaltsstatus, Wahlrecht für Migranten oder die Behandlung dieser Menschen in der Gesellschaft thematisieren." Dass die Realität der Ausstellung einen weiteren – kritischen – Bericht nach sich ziehen wird, darf bezweifelt werden. Für alle, die sich selbst ein Bild machen wollen: Die Ausstellung ist bis 11. Dezember in der Herrengasse 13 zu sehen – bei freiem Eintritt wenigstens.
 

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