Straches Kampfansage vor blauem Stephansdom

Vor fulminanter Kulisse im Zentrum von Wien ging Donnerstagabend der Wahlkampf von FPÖ-Spitzenkandidat Heinz-Christian Strache im Kampf um den Bürgermeistersessel zu Ende. Tausende begeisterte Zuseher waren gekommen, um der Rede des Herausforderers vor einem blau erleuchteten Stephansdom zu lauschen.

Strache stieg dabei zum letzten Mal in den stilisierten Boxring auf die Bühne, worin er das amtierende Stadtoberhaupt Michael Häupl und seine SPÖ frontal angriff. „Ich glaube, dass die Zeit für die SPÖ abgelaufen ist. Sie ist ungenießbar geworden für diese Stadt“, schoss sich Strache auf die absolut regierende Partei ein.

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Denn neben Kriminalitätsrekorden, Bildungsabsturz und Gebührenlawine habe Häupl, der Vollbeschäftigung versprochen hatte, in seiner Amtszeit auch den Verlust von 35.000 Arbeitsplätzen zu verantworten, während in den übrigen Bundesländern in dieser Zeit 175.000 neue Stellen geschaffen wurden. Allein diese Tatsache wäre Grund genug für einen sofortigen Rücktritt, meinte der blaue Bürgermeisterkandidat.

Er bleibe selbstverständlich dabei: „Pummerin statt Muezzin“. Nur die FPÖ stehe nämlich auf Seiten der einheimischen Bevölkerung und jener Zuwanderer, die sich integriert haben, Deutsch gelernt haben, einer geregelten Arbeit nachgehen, nicht religiös-radikal sind und nicht straffällig werden. Das Kopftuch sei hingegen ein Symbol für die Unterdrückung der Frau, sagte Strache. Auch Kreuze dürften nicht aus den Schulklassen verschwinden, der Heilige Nikolaus müsse auch weiterhin in Wiens Kindergärten Einzug finden.

Auch für die politische Konkurrenz fand der Landesparteiobmann Worte. Bei der ÖVP wisse man nicht, wofür sie stehe. Hahn sei mit dem Nachtbus nach Brüssel abgerauscht und Marek brauche immer noch den Stadtplan, um das Rathaus zu finden. „Die ÖVP ist eine unsoziale Belastungspartei, die außer EU-Fanatismus nichts zu bieten hat“, hielt Strache fest. Die Grünen seien eine reine Asylmissbrauchs-Partei geworden, Plüsch-Marxisten, die in ihren Terrassenwohnungen säßen und über die Österreicher die Nase rümpfen würden. „Glawischnig und Vassilakou sind unsere besten Wahlhelferinnen geworden“, freut sich Strache.

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Strache zeigte sich zuversichtlich, dass am Sonntag die absolute Mehrheit der SPÖ in Wien zu brechen sei. „Es gibt nur einen Punkterichter, der am Sonntag entscheiden wird, wer der Sieger sein wird“, so Strache. „Die Wienerinnen und Wiener und nicht irgendeine veröffentlichte Meinung, die oftmals ganz bewusst gegen die freiheitliche Partei und mich manipuliert", würden entscheiden.

Er wolle ein Wien, das den Wienerinnen und Wienern gehört. Ein Wien, das für seine Bürger da sei. „Kein austauschbares Allerwelts-Wien, sondern wir wollen das Wien, in dem wir aufgewachsen sind und das wir lieben“, heizte der FPÖ-Bürgermeisterkandidat zum Schluss die anwesende Masse an. Mit einem blauen Konfettiregen und minutenlangem Applaus für den FPÖ-Chef klang die Abschlussveranstaltung schließlich aus.

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