Nationale Strategie für Österreichs Forschung gesucht

Forschung, Innovation und Technologie sind wesentliche Treiber für den Erfolg der heimischen Wirtschaft. Sie stärken die Wettbewerbsfähigkeit im In- und Ausland und sind Kernelemente für den Erhalt und Ausbau von Wohlstand.

Wie die strategische Zukunft österreichischer Forschung, Innovation und Technologie im europäischen Umfeld aussehen soll, darüber diskutierte am Dienstag eine hochkarätige Expertenrunde aus Wissenschaft und Forschung im Parlament. Günter Burkert-Dottolo (Wissenschaftsministerium), Knut Consemüller (ehemaliger FTE-Ratsvorsitzender), Johann Jäger (Austrian Cooperative Research), Jürgen Janger (WIFO), Klaus Pseiner (Forschungsförderungsgesellschaft), Andreas Reichhardt (Verkehrsministerium), Gerhard Riemer (Industriellenvereinigung), Karin Schaupp (FTE-Ratsmitglied), Peter Skalicky (Rektor TU Wien / Bild links) und Brigitte Weiss (EU-Kommission Generaldirektion Forschung) hielten Referate, deren Inhalte anschließend gemeinsam mit dem Publikum diskutiert wurden. Zu der Veranstaltung hatte der Dritte Nationalratspräsident Dr. Martin Graf geladen. Moderator war FPÖ-Technologiesprecher Gerhard Deimek.

In seiner Eröffnungsrede warnte der Dritte Präsident vor einer Gefährdung des bisher erreichten Erfolges, da im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern der Bund seine Forschungsstrategie noch nicht vorgelegt habe. Österreich gelte mittlerweile als eines der führenden EU-Länder bei Innovationen und könnte bald in die Klassifizierung als „Innovationsführer“ aufgenommen werden, erklärte Graf. Dieser Weg solle weiter konsequenz verfolgt werden. Er forderte deshalb – abseits vom tagespolitischen Zank ums Budget – eine „fein abgestimmte nationale Strategie“ aller Beteiligten aus Forschung, Bildung und Wirtschaft.

An internationalen Rankings zur Beurteilung heimischer Forschung übte Graf Kritik. „Unsere Forschung ist vielfach schlechter dargestellt, als sie tatsächlich ist“, meinte Graf, der zu bedenken gab, dass Österreich kaum militärische Forschung und keine Atomforschung betreibe und sich auch im Bereich der Gentechnik eigenen Beschränkungen unterworfen habe.

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