Obamas Handelskrieg gefährdet die Weltwirtschaft

Führende Wirtschaftsforscher warnen vor einem neuen wirtschaftlichen Erdbeben. Wahrscheinliche Ausgangspunkte sind China und die USA. In der Volksrepublik bahnt sich eine Immobilienkrise an, die im Fall des Falles in ihren Ausmaßen dem amerikanischen Gegenstück in nichts nachstehen würde.

Der künstlich niedrige Yuan fördert zwar die Exporte der kommunistischen Marktwirtschaft, führt aber in ökonomischer Hinsicht zu gefährlichen Ungleichgewichten. Dem gewaltigen Leistungsbilanzdefizit der Vereinigten Staaten stehen ebenso große Überschüsse auf der anderen Seite des Pazifiks gegenüber. Die Volksrepublik hält größere Dollarmengen als der Rest der Welt zusammen. Sollten diese abgestoßen werden, wäre eine Inflationswelle unabsehbaren Ausmaßes die Folge. US-amerikanische Wirtschaftsinstitute halten den Yuan für um bis zu 40 Prozent unterbewertet, und dieser niedrige Kurs steht einer wirtschaftlichen Gesundung der ins Wanken geratenen Weltmacht im Weg. Der zu Beginn seiner Amtszeit gefeierte Obama hat Zölle auf chinesische Produkte eingeführt und den Maoisten den Handelskrieg erklärt.

Doch auch die Bundesrepublik Deutschland kommt langsam ins Visier der amerikanischen Freunde. "Derzeit erfahre ich weniger Kritik durch China als durch den US-Finanzminister", beschwerte sich der deutsche Wirtschaftsminister Brüderle. Tatsächlich forderte sein Kollege Deutschland dazu auf, sich zum Wohle der Weltwirtschaft in Schulden zu stürzen. Die gegenwärtige Situation birgt Gefahrenpotential für die Weltwirtschaft und insbesondere Europa. Der selbst am Höhepunkt der Krise anhaltende Aufschwung Chinas ist wesentlich für die deutschen Wachstumsraten und die in der Folge sinkende Arbeitslosigkeit verantwortlich. Insbesondere die Autoindustrie profitiert vom Streben der chinesischen Bevölkerung nach Mobilität. Solidarität mit den USA liegt definitiv nicht im Interesse Europas.
 

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