So denken Österreicher über moderne Technik

Dass unser Land weltweit zu den technologischen Spitzenreitern gehört, ist ein Garant für starke Industrie und Wirtschaft. Doch wie steht Österreichs Bevölkerung zu den aktuellen Entwicklungen in Forschung und Technologie – und inwieweit lassen sie die Innovationen an ihrem Leben teilhaben? Eine von der Telekom Austria in Auftrag gegebene Studie des Instituts SORA gibt Aufschluss darüber, ob und wie sehr Österreicher den Einfluss neuester Entwicklungen befürworten: Kernthemen der Umfrage waren die Lebensbereiche Medizin und Bildung sowie Spekulationen über die Zukunft.

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Grundsätzlich trifft die Einschätzung Österreichs als Technologiezentrum auch auf seine Bevölkerung zu: 78% der Österreicher sind an neuen Entwicklungen interessiert – Männer deutlich häufiger als Frauen. Auch in der Arbeitswelt zeichnet sich ein ähnliches Bild ab: 77% sehen sich in ihrem Beruf von Technik und Maschinen abhängig. Jedoch werden neue Technologien nicht sofort akzeptiert: Nur 12% sagen von sich, gerne auf dem neuesten Stand der Technik zu sein, während 79% erst deren Tauglichkeit beobachten. Mit ebensolcher Vorsicht gestalten unsere Bürger auch ihre freien Stunden: Mehr als die Hälfte benötigen in dieser Zeit wenig bis gar keine technischen Hilfsmittel.

BildBei der Akzeptanz neuer Technologien ist deren Anwendungsgebiet entscheidend: Im Spitzenfeld der Einschätzung, ob Entwicklungen dieses Gebietes mehr Nutzen als Schaden bringen, liegen Erleichterungen des menschlichen Lebens sowie der Kommunikation: Medizin, Mobiltelefonie, Medikamente, aber auch Fahrzeuge und Computer werden allgemein als nützlich betrachtet – Atomkraftwerken und Militärtechnologien wird mehr Schaden an der Menschheit zugesprochen. Doch auch im Gesundheitswesen gehen die Meinungen verschiedene Wege: Während fast 8 von 10 Menschen ein Armband mit einem Chip tragen würden, der ihre Patientendaten speichert, würden sich nur fast 3 denselben Chip implantieren lassen. Nicht einmal 2 von 10 sind für die technologische Erweiterung gesunder Menschen, etwa durch Prothesen.

Zusammenfassend sollte, angesichts der immer schnelleren technologischen Entwicklung, der grundsätzlich positive Standpunkt der Österreicher zur Technik gehalten, wenn nicht sogar verbessert werden. Dazu kann dem Menschen Unterstützung und Orientierung im Umgang mit den technologischen Errungenschaften angeboten werden – doch werden jene, die sich eingehend mit den Technologien befassen, auch über deren Risiken bewusster. Entwicklungen, die näher am Alltagsleben angesiedelt sind, werden zwar mit Vorsicht akzeptiert, grundsätzlich aber als hilfreichere Verbesserung angesehen.

Foto: Victor Svensson / Flickr 

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