Budgetsanierung auf dem Rücken der Familien

311 Millionen Euro beträgt der Aderlass, den Familien ab kommendem Jahr hinnehmen müssen. Etwa durch eine Streichung der Familienbeihilfe ab 24 Jahren, eine Streichung des Mehrkindzuschlags ab dem dritten Kind und durch eine Reduktion der 13. Familienbeihilfe. Sind hierzulande rund 1,8 Millionen Personen bezugsberechtigt, werden es 2011 um 35.000 weniger sein. So will es jedenfalls die rot-schwarze Bundesregierung.

Deren Sparpläne sehen vor, dass die gesamte 13. Familienbeihilfe im September nur mehr für 6- bis 15-jährige Kinder in pauschaler Höhe von 100 Euro ausbezahlt wird. Gestrichen wird auch der Mehrkindzuschlag (monatlich 36,40 Euro) für das dritte und jedes weitere Kind. Die Anspruchsdauer der Familienhilfe wird auf das vollendete 24. Lebensjahr gesenkt und endet darüber hinaus nach Beendigung einer Ausbildung. Arbeitslose Jugendliche zwischen 18 und 21 Jahren bekommen daher keine Beihilfe mehr.

Der Präsident des Katholischen Familienverbandes, Clemens Steindl, bezeichnet die Sparpläne der Regierung als "familienpolitische Schande" und "Schlag ins Gesicht der Familien".. Die freiheitliche Familiensprecherin  Anneliese Kitzmüller bezeichnet das Budget als "Strafe der Bundesregierung für Familien“. Sie könne die massiven Einschnitte bei der Familienbeihilfe und beim Mehrkinderzuschlag nicht nachvollziehen: "Funktionierende Familien sind die Stütze unserer Gesellschaft und unsere Versicherung für die Zukunft", so Kitzmüller.
 

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