„Deutsche Schlampe“ verschärft Kritik an Deutschenfeindlichkeit

Deutschlands Familienministerin Kristina Schröder (CDU) wurde 2004 als „deutsche Schlampe“ bezeichnet, weil sie in ihrer damaligen Funktion als Abgeordnete für das Thema extremistischer Islamismus eine türkische Zeitung wegen Volksverhetzung angezeigt hatte. Dies hatte eine bundesweite Hetzkampagne zur Folge, weshalb sich Schröder mit üblen Beschimpfungen von überwiegend Migranten konfrontiert sah.

SchröderIn einem Interview mit der Bild-Zeitung schilderte die Ministerin  ihre eigene Erfahrung zur oft feindlichen Einstellung muslimischer Jugendlicher gegen Deutsche und Christen. Dabei übte sie scharfe Kritik an der Deutschenfeindlichkeit junger Ausländer: „Es regt mich auf, wenn so getan wird, als hätte das alles damit zu tun, dass diese Gesellschaft gegenüber diesen Jugendlichen nicht freundlich genug ist!“ Solche Beschimpfungen seien bei Jugendlichen in bestimmten Gegenden alltäglich – auf Schulhöfen, aber auch in U-Bahnen, so Schröder.

„Wenn bestimmte Strömungen des Islam ein Überlegenheitsgefühl gegenüber Nichtmuslimen vermitteln, wenn Frauen nur dann als würdevoll gelten, wenn sie bestimmte Kleidungsvorschriften einhalten und wenn Homosexuelle dort als minderwertig behandelt werden, dann ist das Teil des Problems“, schildert die junge Familienministerin in dem Gespräch.

Schröder will Strafen bis zur Ausweisung

Sie will gegen diese Art des Rassismus nun entschiedener vorgehen. Unabhängig von der Nationalität der Täter, sollen empfindliche Strafen möglichst schnell verhängt werden. Die Ausweisung bestimmter Jugendlicher sei dabei die richtige „Ultima ratio“. Und Schröder will bereits im Vorfeld Probleme im Integrationsbereich beseitigen, idem die Praxis der Einbürgerungen geändert wird. Den deutschen Pass dürfe man sich nicht mal eben so abholen können, fordert die Ministerin.

Deshalb wünscht sie sich flächendeckende Einbürgerungsfeiern, bei denen die Nationalhymne gesungen und das Grundgesetz übergeben wird. So ein feierlicher Rahmen soll aufzeigen, dass der deutsche Pass kein KFZ-Kennzeichen sei, das einfach so abzuholen ist.

Nicht alle wollen ihre Einbürgerung feiern

Ob solche feierlichen Einbürgerungszeremonien wirklich ihren Zweck erfüllen, ist angesichts eines Fernsehberichts über eine solche Feier im Berliner Multi-Kulti-Bezirk Neukölln eher zu bezweifeln. Während den meisten Ausländern die Abgabe der eidesstattlichen Erklärung auf die Verfassung der neuen Heimat aufgrund von Sprachproblemen schon sichtlich schwerfällt, bekundet eine Teilnehmerin im Neuköllner Rathaussaal gegen Ende hin sogar, dass sie doch eigentlich lieber Ausländerin geblieben wäre. Selbst das gemeinsamen Absingen der Nationalhymne hat sie verweigert, weil sie doch „lieber ihre eigene Nationalhymne gesungen hätte“. Für sie sei nur das Papier wichtig – „Deutsch bin ich nicht“.

Beispiel einer Einbürgerungsfeier in Berlin-Neukölln: Sieht so Integration aus?

Der Leitfaden für Kommunen vom „Netzwerk Integration Bayern“ warnt bei Einbürgerungsfeiern sogar vor möglichen Konflikten bei den Speiseregeln der verschiedenen Teilnehmer. Der Veranstalter möge deshalb auch vegetarische Kost und alkoholfreie Getränke anbieten.

Foto: CDU/CSU-Bundestagsfraktion & Thomas Vogt / Flickr (Startseite)

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