Buchtipp: Niederösterreich brennt!

Der osmanische Vorstoß von 1683 bedrohte ganz Europa, und seine Abwehr war eine multinationale Aktion.

Während der Kampf um Wien sehr gut dokumentiert ist, blieb das Schicksal der Dörfer auf dem Gebiet des heutigen Niederösterreich und der Wiener Bezirke 2-23 bislang eher unbeachtet. Erstmals wird nun durch intensive Recherchen und penible Aktenstudien sowohl inländischer als auch osmanischer Quellen ein Licht auf diese leidvolle Zeit geworfen.

Durch die Lande ziehende tatarische Streifkorps sorgten für Schrecken unter der Bevölkerung; Ortschaften, Klöster und Schlösser wurden geplündert und niedergebrannt, ihre Bewohner ermordet oder entführt und versklavt. Einzelschicksale sind dokumentiert und werden ebenso dargestellt wie die Kämpfe und die Armeen selbst. Stadtansichten von Vischer (um 1680) sowie zahlreiches bislang unveröffentlichtes Bildmaterial bieten einen Einblick in eine Zeit, die geprägt war von verzweifeltem Kampf und großem Leid.

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Intensive Recherchen und penible Aktenstudien ermöglichen hier einen Blick hinter die Kulissen. Truppen, Banden, Einzelschicksale, heldenhafte Äbte als militärische Kommandanten, Gefechte, Beute und Sklaverei – ein prächtiges, eindrucksvolles Panorama dieser Zeit.

Harald Lacom: Niederösterreich brennt!: Tatarisch-Osmanische Kampfeinheiten 1683, Verlagsbuchhandlung Stöhr Wien, 32,80 Euro.

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