Spion gegen Spion im Facebook

Menschen rund um die Welt nutzen den Social-Networking-Dienst Facebook als Sprachrohr ihres Lebens. Es handelt sich um die mit Abstand beliebteste Internet-Seite. Die damit zusammenhängenden Probleme des Schutzes sensibler Daten werden zu verschiedensten Anlässen ausführlichst besprochen, besonders, wenn Facebook eine neue Idee zur Verwendung der Informationen geboren hat.

Daneben jedoch besteht eine mindestens ebensogroße Gefahr, die der Informationsaustausch übers Internet schon seit dessen Anbeginn birgt: Ist der Kommunikationspartner wirklich der, für den der Benutzer ihn hält? Einige Mitglieder der israelischen Armee sprachen auf einen dieser Phishing-Versuche an und offenbarten sensible Informationen.

Obwohl der israelische Inlandsgeheimdienst in den letzten Monaten ausdrücklich vor im Internet agierenden Spionen gewarnt hatte, hatten um die 200 Soldaten die Sicherheitsvorschriften ignoriert und sich einer Internetbekanntschaft gewidmet, die sich mithilfe des Bildes eines hübschen Mädchens mit ihnen anfreundete. Nachdem diese das Vertrauen der Männer gewonnen hatte, entlockte sie ihnen Informationen über die Organisation der Armee, wie z.B. Geheimcodes und die Beschreibung von Stützpunkten.

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Bereits vor dieser erfolgreichen Attacke, hinter der offenbar die Schiitenmiliz des Libanon steckt, wurden israelische Soldaten auf Facebook dazu eingeladen, im Libanon als Informant zu dienen – ebenso jedoch rekrutiert der israelische Geheimdienst selbst palästinensische Spione über soziale Netzwerke.

Die Möglichkeiten, wie die mittlerweile unter so vielen Menschen etablierten Vernetzungen von den verschiedensten Organisationen genutzt werden können, sind praktisch unbegrenzt und liefern immer neue Wege, Menschen auf mehr oder weniger legale Weise auszukundschaften. Gerade in Zeiten, in denen die persönliche Meinung auf so viele Weisen Nachteile mit sich bringen kann, sollte die Offenbarung der Informationen über das eigene Leben jedes weitere Mal gründlich überdacht werden.

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