Die wehleidige Amtsführung der Barbara Prammer

Larmoyanz, zu Deutsch: „Wehleidigkeit“, ist ein jahrtausende altes Phänomen. Auch die Erkenntnisse der modernen Schmerzforschung kommen zu dem Urteil, dass Männlichkeit mit erhöhter Schmerzbelastbarkeit und Weiblichkeit mit erhöhter Wehleidigkeit einhergeht. Es sei der österreichischen Nationalratspräsidentin Barbara Prammer (SPÖ) deshalb auch nicht verwehrt, manchmal ein bisserl wehleidig zu sein. Schön langsam aber ist das Wort „bisserl“ eine Untertreibung des tatsächlichen Gemütszustandes der Präsidentin.

Nicht nur in der vergangenen Parlamentsdebatte vom 20. Mai verfiel Prammer beinahe in Ohnmacht, als sich die Debatte zur Abwahl von Nationalratspräsidenten plötzlich nur noch um ihre zweifelhafte Einstellung zur Geschäftsordnung des Nationalrats drehte. Alle Fraktionen ausgenommen der Grünen und der SPÖ selbst schossen sich auf die eigenartige Amtsführung ein. Sie würde das Parlament vertreten, als wäre es ihr Privateigentum lautete der gemeinsame Tenor.


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Auch die Kritik der steirischen FPÖ-Abgeordneten Susanne Winter an den nicht unwesentliche Kosten in der Höhe von 453.613, 22 Euro für die Neugestaltung der Parlamentswebseite führte im Hause Prammer sofort zu heller Aufregung. Wenige Stunden nach der Pressemitteilung Winters, folgte die Rechtfertigung Prammers, es sei alles in Ordnung. Bemerkenswert auch, dass sich Prammer in dieser Diskussion hinter den Mitarbeitern der Parlamentsdirektion versteckt, auf deren hohe Qualität sie sich verlasse. Verantwortung übernehmen sieht anders aus.

Mittlerweile kommt nicht nur bei den Abgeordneten die Vermutung auf, Barbara Prammers Amtsführung orientiere sich an dem Prinzip: „Wenn’s brenzlig wird, Mitleid erregen“.

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