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Nach wie vor werden in Nordkorea unter Kim Jong-un Christen verfolgt.

3. Oktober 2020 / 15:25 Uhr

Internationale Gesellschaft für Menschenrechte ernennt „Gefangenen des Monats“

Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und die Evangelische Nachrichtenagentur idea haben den in Nordkorea inhaftierten christlichen Missionar Jang Moon Seok zum „Gefangenen des Monats Oktober“ ernannt. Sie rufen dazu auf, sich für ihn einzusetzen und für ihn zu beten.

Zuerst entführt, dann verurteilt

idea zufolge wurde Seok bereits im November 2014 von nordkoreanischen Agenten aus der chinesischen Grenzstadt Changbai entführt, dann förmlich verhaftet und schließlich zu 15 Jahren Haft verurteilt. Sein ständiger Wohnsitz befand sich in Changbai, und er trug inzwischen den chinesischen Namen Zhang Wen Shi. Über die konkreten Vorwürfe, die gegen ihn erhoben werden, ist nichts bekannt.

idea zufolge gilt Nordkorea als „das Land mit der schärfsten Christenverfolgung. Schon der Besitz von religiösen Schriften wird mindestens mit hohen Haftstrafen geahndet, die mit Schwerstarbeit und Folter verbunden sind. Der Missionar half Grenzgängern aus Nordkorea, die vom Handel beiderseits der Grenze lebten oder auf der chinesischen Seite nach Medizin oder anderem Notwendigen suchten.“

Anderer Pastor erstochen

Seok unterstützte viele der Menschen dort. Er versorgte sie mit einem Quartier und Kleidung. Dabei sprach er auch über seinen Glauben, den einige annahmen.

Zusammen mit einem Pastor namens Han Chung-Ryeol unterrichtete er in Changbai diejenigen, die darum baten, im christlichen Glauben. Der koreanischstämmige Pastor wurde am 30. April 2016 von einem oder mehreren Unbekannten erstochen.

Christenverfolgung in ganz China

Die Christenverfolgung ist in der aufstrebenden Weltmacht China ein Problem, welches aber viele westliche Politiker nur allzu gerne ignorieren. Menschen werden ermordet oder entführt und nach Nordkorea geschafft, weswegen die IGFM und die idea dazu aufrufen, den nordkoreanischen Machthaber Kim Jong-un in Briefen zur sofortigen Freilassung von Zhang Wen Shi aufzufordern.

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