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Wenn es um viel Geld geht, bleiben die einfachen Bürger oft auf der Strecke. So gibt es in München zwar ein Bevölkerungswachstum, aber viel zu wenig leistbaren Wohnraum.

3. Oktober 2020 / 16:11 Uhr

Immobilienblase in München und Frankfurt wächst weiter – hohes Risiko

Die westdeutschen Großstädte München und Frankfurt liegen beim Risiko einer Immobilienblase nach Einschätzung der Großbank UBS weltweit seit weit vorne. Die beiden Städte zeigten unter 25 betrachteten Metropolen die deutlichsten Zeichen einer sogenannten Überhitzung, wie das Schweizer Geldhaus in Frankfurt mitteilte.

Weltweit größtes Risiko für Blase

„Keine anderen Städte der Welt sind dem Risiko einer Immobilienblase so stark ausgesetzt wie München und Frankfurt“, erklärte Maximilian Kunkel, UBS-Chefanlagestratege in Deutschland dem Badischen Tagblatt zufolge.

Die Bank errechnete in ihrem „Global Real Estate Bubble Index 2020“ für München und Frankfurt Werte von 2,35 und 2,26. Bei mehr als 1,5 Punkten besteht ein Blasenrisiko. Damit liegen sie noch vor Weltstädten wie Paris und London.

Auch mehr als 1,5 Punkten haben die Städte Toronto, Hongkong, Paris, Amsterdam und Zürich. Als „überbewertet“ mit Werten von 0,5 bis 1,5 Punkten werden unter anderem London, Genf, New York und Sidney eingeschätzt.

Zu wenig bezahlbarer Wohnraum

München habe seine Spitzenposition im Ranking verteidigt und Frankfurt binnen eines Jahres Amsterdam, Hongkong und Toronto weit hinter sich gelassen.

In der bayrischen Landeshauptstadt treiben die starke lokale Wirtschaft und ein anhaltender Zuzug sowohl aus dem Inland als auch dem Ausland die Immobilienpreise nach oben bei gleichzeitig zu wenig Bautätigkeit für neuen Wohnraum.

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