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Wolfgang Mückstein

Der 46-jährige Wolfgang Mückstein wird in der Branche offensichhtlich nicht sehr geschätzt, wie Reaktionen seiner Kollegen zeigen.

14. April 2021 / 11:08 Uhr

Neuer Gesundheitsminister Mückstein ist unter Kollegen fachlich nicht unumstritten

Die Meinungen über den neuen Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (46) gehen weit auseinander. Während Grünen-Chef Vizekanzler Werner Kogler ihn als Fachmann lobt, haben andere Zweifel an seiner Kompetenz.

Wissen über Substanzen „haarsträubend“

Der Allgemeinmediziner, der einer der Leiter des Primärversorgungszentrums in Wien ist und nun dem glücklosen Rudolf Anschober folgt, wurde am 4. März in der Servus TV-Sendung mit dem Titel „Streit um den Impfpass: Droht jetzt die totale Kontrolle“ fachlich ziemlich zerpflückt. Das meinten in dieser Sendung jedenfalls die anderen Diskutanten, die Mücksteins Wissen über das Einspritzen von Substanzen in den Körper als „haarsträubend“ qualifizierten (ab Minute 40). Vor allem, als Mückstein behauptete, dass der Impfstoff nicht ins Blut, sondern nur ins Gewebe gelangen würde. Daraufhin fragte ihn die Grazer Intensivmedizinerin Ruth Poglitsch:

Schon einmal etwas von Physiologie gehört?

…Sie sollten wirklich ruhig sein hier…

Der Innsbrucker Psycho-Neuro-Immunologe Prof. Christian Schubert war noch schärfer. Der meinte sogar:

Sie haben keine Ahnung von Psychoanalogie. Ich finde, Sie sollten wirklich ruhig sein hier. Sie haben hier nichts über Ganzheitsmedizin zu sagen. Sie können über ihre Maschinenmedizin vieles erzählen, aber ich sage Ihnen eines: Zu sagen, dass Angst und Panik mit dem Immunsystem gar nichts macht, das ist lächerlich.

https://www.servustv.com/videos/aa-25tgf2wzs1w12/

Wenig Schmeichelhaftes auf Facebook

Wer die Sendung sah, konnte sich gar nicht vorstellen, dass dieser Mann einen Monat später österreichischer Gesundheitsminister ist. Die fachliche Meinung über Mückstein wird aber auch in den sozialen Medien eifrig disktutiert. Auf Facebook gibt Universitätsprofessor Thomas Elgar Unden keine schmeichelhafte Expertise über das neue grüne Regierungsmitglied ab. Unter anderem meinte er:

Mit so einem Mann kann sogar der Herr Bundeskanzler ein medizinisches Fachgespräch führen – und das will etwas heißen!

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Spender für Van-der-Bellen-Wahlkampf

Bei so viel handwerklicher Kritik am neuen Gesundheitsminister ist anzunehmen, dass Mückstein den Weg ins Ministeramt als braver Parteisoldat der Grünen schaffte. Bundespräsident Alexander Van der Bellen dürfte mit der Wahl auch zufrieden sein, scheint Mückstein doch als einer der Spender der „Grünen Ärztinnen und Ärzte“ für den Präsidentschaftswahlkampf 2016 auf. Diese Interessensgemeinschaft überwies dem Wahlkampfteam Van der Bellens immerhin 14.110 Euro.

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