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Niederlande

Auch Holland musste jetzt zugeben, dass eine hohe Durchimpfungsrate nicht vor stark steigenden Corona-Infektionszahlen schützt.

13. November 2021 / 14:15 Uhr

Wie kann das sein? Teil-„Lockdown“ bei Durchimpfungsrate von 85 Prozent

ÖVP-Bundeskanzler Alexander Schallenberg und der grüne Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein sagen uns täglich, dass eine hohe Durchimpfungsrate bei Bürgern die Lösung des „Corona-Problems“ sei. Doch wie kann es dann sein, dass nach Dänemark auch das zweite Impf-Vorbildland Holland mit noch nie dagewesene Neuinfektionen zu kämpfen hat?
Teil-„Lockdown“
Angesichts stark steigender Coronavirus-Zahlen will die niederländische Regierung einem Medienbericht zufolge einen neuen Teil-„Lockdown“ verhängen. Es wäre die erste solche Maßnahme in Westeuropa seit dem Sommer. Für mindestens drei Wochen sollen Bars, Restaurants und nicht lebensnotwendige Geschäfte um 19.00 Uhr schließen, wie der Rundfunksender NOS unter Berufung auf Regierungskreise berichtet.
Zudem sollen die Menschen so viel wie möglich von zu Hause aus arbeiten und bei Sportveranstaltungen keine Zuschauer zugelassen werden. Schulen, Theater und Kinos sollen aber geöffnet bleiben.
Impf-Vorbild-Länder knicken ein
Die Behörden verzeichneten zuletzt einen Rekord bei den Neuinfektionen, obwohl 85 Prozent der Erwachsenen geimpft sind. Kliniken müssen wegen der zunehmenden Coronavirus-Fälle Behandlungen verschieben. Wie berichtet, musste auch das Impf-Vorbildland Dänemark dieser Tage erkennen, dass ihre hohe Impfquote von 75,8 Prozent nicht vor stark steigenden Corona-Infektionen schützt.
Es bestehe ein hohes Risiko, dass Krankenhäuser im Herbst und Winter überlastet sein würden, teilte die Gesundheitsverwaltung Sundhedsstyrelsen vorige Woche mit. Die Infektionen im Land würden im Laufe dieser Jahreszeiten allmählich zunehmen, und in der Folge würden mehr Menschen in die Kliniken eingeliefert, warnte die Behörde.

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