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Fast schon historisch: Im Wiener Gemeinderat verurteilt die SPÖ gemeinsam mit FPÖ, Neos und ÖVP den Anschlag der „Antifa“ auf ein Studentenheim, in dem auch eine Burschenschaft beheimatet ist.

27. Januar 2022 / 15:14 Uhr

SPÖ, ÖVP, Neos und FPÖ verurteilen linken Brandanschlag auf Studentenheim

Mit einem gemeinsamen Antrag auf Initiative der FPÖ verurteilte heute der Wiener Gemeinderat (mit Ausnahme der Grünen) den Brandanschlag auf ein Studentenheim in Wien-Mariahilf, in dem auch die Wiener akademische Burschenschaft Olympia beheimatet ist. Den Anstoß zur Debatte hatte FPÖ-Bezirkschef Leo Kohlbauer gegeben.
SPÖ verurteilt Angriff aufs Schärfste
Wie der Rathausklub der Wiener SPÖ in einer Presseaussendung bekanntgibt, verurteile man den Anschlag vom 15. Jänner aufs Schärfste. Trotz aller inhaltlichen Meinungsverschiedenheiten sei man immer gegen Gewalt:

Mit einem Schulterschluss über die Parteigrenzen hinweg wollen wir deutlich machen, dass Gewalt in unserer Stadt keinen Platz hat. Wir verurteilen den Anschlag in der Gumpendorferstraße aufs Schärfste und hoffen, dass die Verantwortlichen ausfindig gemacht werden. Wir sind gegen jede Form der Gewalt und – bei allen inhaltlichen Meinungsverschiedenheiten – ausnahmslos für eine friedliche Auseinandersetzung.

Für Grüne ist Brandanschlag nicht gleich Brandanschlag
Nur die Grünen haben sich dem Antrag nicht angeschlossen. Dabei handelte es sich hier unzweifelhaft um einen feigen Anschlag aus politischen Motiven. Als es – aus welchem Grund auch immer – im Dezember im illegalen Protest-Lager linker Schwärmer in der Lobau brannte, war die grüne Verkehrsministerin Leonore Gewessler allerdings eine der ersten, die einen potentiellen Brandanschlag „auf das Schärfste“ verurteilte. Es macht also für die Grünen einen entscheidenden Unterschied, ob es bei Linken brennt oder bei Nicht-Linken. Eine Moral, die einer Regierungspartei katastrophal gut steht.
Mehrere Autos von Anrainern beschädigt

Dieser Schulterschluss über Parteigrenzen hinweg ist beachtlich. Dass sich SPÖ und Neos hier einem von der FPÖ initiierten Antrag anschließen, ist außergewöhnlich. Gerade vor dem Hintergrund, dass es sich bei dem Opfer um die als „rechtsextremste Burschenschaft in Wien“ titulierte Olympia handelt. Am 15. Jänner hatten rund 30 Mitglieder der linksextremen „Antifa“ das Haus mit Pyrotechnik, Pflastersteinen und Farbe angegriffen. Mehrere Autos von unbeteiligten Zivilisten wurden dabei ebenfalls beschädigt. Wie unzensuriert berichtete, wurde der Vorfall nur dank dem Mariahilfer FPÖ-Chef Leo Kohlbauer überhaupt breit publik.
Nicht der erste Anschlag auf das Haus
Es war nicht der erste Anschlag auf das rund 200 Jahre alte Gebäude. Nach wiederholten nächtlichen Farbbeutel-Attacken stellt die mit großen, schwarzen Flecken verunstaltete Fassade des Hauses seit Jahren einen unansehnlichen Schandfleck im Grätzel dar. Alleine, die Besitzer haben es aufgegeben, die Fassade um viel Geld zu renovieren, da sie, wie die Vergangenheit gezeigt hat, schon kurze Zeit später wieder verunstaltet wird. Die Beschmutzer kommen dabei stets nachts und sind vermummt. Die Polizei hat bis jetzt keine Tatverdächtigen ermitteln können, obwohl das Umfeld der Täter bekannt ist.

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