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Die US-Notenbank will jetzt etwas gegen die Inflation tun, Europas Zentralbank nicht.

29. Januar 2022 / 09:50 Uhr

USA wollen sich von lockerer Geldpolitik verabschieden: Tropfen auf den heißen Stein

Am Mittwoch kündigte die US-Notenbank Federal Reserve (Fed), die für stabile Preise und Vollbeschäftigung sorgen soll, die Zinswende an.
Hohe Inflation als Treiber
Wahrscheinlich im März wird Geld nicht mehr kostenlos ausgegeben, sondern wieder mit Zinsen zu bezahlen sein. Gerechnet wird mit einer Spanne von null bis 0,25 Prozent.
Angesichts der Inflation in den USA, die aktuell bei sieben Prozent und damit dem höchsten Stand seit 40 Jahren liegt, nur ein Tropfen auf den heißen Stein, aber zumindest ein Signal in die richtige Richtung: Die lockere Geldpolitik, mit der marode Staaten und Unternehmen billiges Geld holen konnten, ohne auf solides Wirtschaften achten zu müssen, soll beendet werden.
Gigantische Wertpapierhortung
Doch das ist nur die halbe Wahrheit. US-Notenbankchef Jerome Powell gestand nämlich auch ein, dass die Bilanz der Notenbank schief hängt, da man zur Stützung der Corona-Politik unendlich viele Wertpapiere gekauft hat. So stiegen die Wertpapierwerte von 3,8 Billionen auf 8,4 Billionen Dollar binnen zwei Jahren! Bereits im November hat die Fed begonnen, ihre Anleihekäufe zu reduzieren. Im März werde sie die Zukäufe wohl komplett einstellen.
Unbeeindruckt davon zeigte sich unlängst die Europäische Zentralbank. Sie will bei ihrem Kurs bleiben und weiter Luftgeld in die Märkte pumpen. Der Effekt davon, die Inflation, spüren die Bürger täglich beim Einkaufen.

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