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Gemeinde Sandl / Migranten

Nur eine Gemeinde in Oberösterreich meldete sich freiwillig, Asylanten aufzunehmen: Sandl im Mühlviertel.

30. Januar 2022 / 14:03 Uhr

Nur eine einzige von 438 Gemeinden will Migranten aufnehmen

Nach einem Aufruf des Landes Oberösterreich an die Gemeinden, Migranten vulgo Einwanderer aufzunehmen, meldete sich nur eine einzige freiwillig – Sandl im Mühlviertel, Bezirk Freistadt mit dem SPÖ-Bürgermeister Gerhard Neunteufel.
Einwanderungswelle ebbt nicht ab
Wie die Kronen Zeitung berichtete, wurden vom Land Oberösterreich Unterbringungsmöglichkeiten für Migranten, die hauptsächlich aus dem Nahen und Mittleren Osten sowie Afrika stammen, gesucht. Platzbedarf besteht, weil die Asylzahlen seit der schwarz-grünen Regierung wieder stark ansteigen, fast täglich werden prall gefüllte Schlepperfahrzeuge ausgemacht – die Grenzen sind, gerade nicht vergleichbar mit der „Flüchtlingskrise“ im Jahr 2015 – offen wie ein Scheunentor. Bei den Migranten handelt es sich meistens um Menschen, die, tausende Kilometer von ihrer Heimat entfernt, „Schutz“ ausgerechnet in Österreich suchen und hier Asyl fordern.
438 Gemeinden angeschrieben
Steigende Asylzahlen zwingen die Bundesländer zur Herbergsuche. In Oberösterreich wurden alle 438 Gemeinden vom Integrationsressort angeschrieben. Die Behörde fragte nach, wer bereit wäre, Asylanten aufzunehmen. Der Erfolg dieser Aktion könnte – gelinde ausgedrückt – als „bescheiden“ beschrieben werden, denn es meldete sich nur eine einzige kleine Gemeinde: Sandl im Mühlviertel mit gerade einmal 1.379 Einwohnern.
Laut Krone ging das Land Oberösterreich nach dieser mageren Ausbeute offensiver auf die Gemeinden zu, Windischgarsten ( 2.360 Einwohner), Bezirk Kirchdorf im Traunviertel, wurde „nachnominiert“.
Kuriose Konstellation in Suben
Auf der Suche nach Unterkünften kommt es auch zu kuriosen Konstellationen. In der Gemeinde Suben, Bezirk Schärding, wurde ein Haus an einen künftigen Bordellbetreiber und die Caritas als Asylquartierbetreuer vermietet. Die Doppelvermietung eines Privaten ist rechtlich in Ordnung, optimal sei die Situation nicht, wie die Krone schreibt: „Unten Sex, oben Flüchtlinge“ titelte die Zeitung.

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