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Michael Brunner

MFG-Parteiobmann Michael Brunner verstört mit seiner Angabe, keine Mitgliedschaft in einer politischen Partei zu haben, womöglich die Wähler.

18. Juli 2022 / 15:48 Uhr

„Kein Parteimitglied“: Schummelt MFG-Kandidat Brunner von Anfang an?

Präsidentschaftskandidat Michael Brunner hat heute, Montag, seine Webseite veröffentlicht und gibt in dem Kasten „Michael Brunner politisch“ an, „keine Mitgliedschaft in politischen Parteien!“ zu haben. Das sorgt für Verwirrung, weil Brunner auf der Webseite der Partei „Menschen Freiheit Grundrechte“ (MFG) nach wie vor als Parteiobmann geführt wird.

Offizielle Präsidentschaftskandidat-Webseite auf MFG-Webseite
Noch verwirrender wird die Angelegenheit, wenn man weiß, dass die Präsidentschaftskandidaten-Webseite auf der MFG-Partei-Seite angesiedelt ist und dass bei den Spenden, die Brunner sammelt, zu lesen ist:

Die gesamten Einnahmen und Ausgaben der Partei werden in einem Jahresbericht auf unserer Homepage veröffentlicht. – Alle Spenden werden geprüft und offengelegt (Homepage)

Was, bitte, ist die MFG sonst, als eine wahlwerbende Partei, die zum Beispiel bei der oberösterreichischen Landtagswahl am 26. September 2021 drei Mandate gewonnen hat?
Fauxpas kostet Vertrauen
Rechtsanwalt Michael Brunner, der sich selbst als „Der Volkspräsident“ bezeichnet und auf seiner Webseite schreibt, dass das Vertrauen in den Bundespräsidenten verloren gegangen sei, verspielt mit diesen nicht nachvollziehbaren Angaben womöglich selbst das Vertrauen der Bürger.
Unzensuriert fragte im Rechtsanwaltsbüro von Michael Brunner in Wien telefonisch nach, warum er diese Angabe, kein Parteimitglied zu sein, auf der Webseite machte, obwohl er nach wie vor als MFG-Parteiobmann geführt wird, und ob er mittlerweile bei der MFG ausgetreten sei? Uns wurde von seiner Mitarbeiterin ein Rückruf versprochen, der nach Stunden leider noch nicht erfolgte.
Update um 16 Uhr: Eine Mitarbeiterin vom Rechtsanwaltsbüro Brunner meldete sich, um mitzuteilen, dass es Michael Brunner zeitlich erst morgen möglich sein wird, unzensuriert zurückzurufen. Wir sind gespannt, wie seine Erklärung ausfallen wird.

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