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Der Vater der jamaikanischen Reggae-Ikone Bob Marley war ein weißer Brite. Wie passt das wohl in das Woke-Bild der empörten Konzertbesucher?

27. Juli 2022 / 12:27 Uhr

Veranstalter brachen Konzert ab, weil sich einige Besucher “unwohl” fühlten

Die Schweizer Mundart-Gruppe “Lauwarm” musste ihr Konzert in Bern vorzeitig abbrechen, weil sich einige Besucher “unwohl” fühlten. Weiße mit Rastalocken, die Reggae-Musik spielen, war für sie inakzeptabel. Die Veranstalter brachen das Konzert pflichtschuldigst ab und entschuldigten sich auch noch.
Konzert zur Pause schon zu Ende
Der Eklat ereignete sich am 18. Juli in der “Brasserie Lorraine” in Bern. Dort war die Musikgruppe “Lauwarm” kurzfristig engagiert worden, um für eine andere Band einzuspringen. Doch schon zur Pause sollte für die fünf Musiker Schluss sein. Denn von Veranstalterseite wurden sie aufgeklärt, dass sich einige Zuseher über ihre musikalische Darbietung und Haartracht beschwert hätten und sich in dieser Situation “unwohl” fühlten. Zurück blieben an diesem Abend fünf konsternierte Musiker und ein Publikum, das in seiner Mehrheit sicherlich kein Verständnis für den Konzertabbruch hatte.
“Kulturelle Aneignung”
Und es sollte nicht lange dauern, bis die Veranstalter auf Facebook eine Entschuldigung posteten. Nein, nicht bei den Musikern, die man nicht weiterspielen ließ. Man entschuldigte sich bei den geistig Verwirrten, die sich beim Veranstalter über eine “kulturelle Aneignung” beschwert hatten. Weiße mit Rastalocken, die Reggae-Musik spielen? Das geht gar nicht. Wie konnte man nur so unsensibel sein?
“Sensibilisierungslücken”
In ihrer Zerknirschtheit über ihre Gedankenlosigkeit, ein solches Woke-Sakrileg begangen zu haben, verweisen die Veranstalter auf ihre “Sensibilisierungslücken” und man will sich bei allen Menschen entschuldigen, bei denen das Konzert “schlechte Gefühle” ausgelöst habe. Man habe es verpasst, sich im Vornherein genug damit auseinanderzusetzen und die Gäste zu schützen.

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