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Zensur auf den britischen Inseln: Weil ein konservatives Magazin einem linken Leser nicht in den Kram passte, knickte das britische Einzelhandelsunternehmen WH Smith ein und nahm es aus dem Sortiment.

25. August 2022 / 19:06 Uhr

Wegen „Regenbogen“-Satire: Absurde Zensur-Aktion gegen konservative Zeitschrift

Das britische Einzelhandelsunternehmen WH Smith hat den Verkauf eines konservativen Magazins eingestellt, nachdem sich ein Leser darüber beschwert hatte. Die aktuelle Ausgabe des European Conservative, einer englischsprachigen, seit 2008 im Vierteljahres-Rhythmus erscheinenden Zeitschrift für Philosophie, Politik und Kultur, beinhaltet eine Karikatur, die sich satirisch mit „LGBTQ“-Inhalten im öffentlichen Bildungswesen auseinandersetzt.
Kunde findet Magazin „faschistisch“
Ebenfalls in der Ausgabe enthalten ist ein Interview mit dem demokratisch gewählten ungarischen Premierminister Viktor Orbán. In einem Beitrag auf der Plattform „Instagram“ behauptete der Kunde, er sei „schockiert“ darüber, dass ein großes Einzelhandelsgeschäft „faschistischen Dreck“ verkaufe. Der Kunde, ein gewisser Alexi Kaye Campbell, hatte zuvor einen Screenshot des E-Mail-Verkehrs zwischen ihm und der Handelskette gepostet. Aus der Korrespondenz geht hervor, dass WH Smith sich letztlich dazu entschieden hat, die Publikation aus dem Verkauf zu nehmen.
Zensur über die Köpfe der Redaktion hinweg
Campbell lobte das Geschäft dafür, „eine ethische Entscheidung“ getroffen zu haben. „Der Hass wird nicht durchkommen“, betonte er. Die konservative Zeitschrift griff das Thema auf ihrem „Twitter“-Account auf. Dessen Mitarbeiter zeigten dort die betroffenen Artikel und erklärten auch, WH Smith habe sie nicht einmal wegen des Vorfalls und der anschließenden Zensur des Inhalts kontaktiert, sondern offenkundig einfach über deren Köpfe hinweg entschied. Von den betreffenden Artikeln kann sich im Netz nun jeder selbst ein Bild machen.

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