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Jene, die nicht auf den Klimabonus angewiesen sind, mögen ihn an die Caritas spenden, heißt es in Spots. Häftlinge und Asylwerber dürfen sich angesprochen fühlen.

24. September 2022 / 11:21 Uhr

„Brauch i das? Oder Caritas?“: Caritas will Klimaboni von Spendern kassieren

Medial wurde bekannt, dass Oberösterreichs Landeshauptmann-Stellvertreter Manfred Haimbuchner seinen Klimabonus von 500 Euro spenden ließ. Es gab Großteils Lob für diese Aktion aber auch Kritik, wobei es auch noch Betrüger gab, die auf Facebook unter seinem Namen aktiv wurden.
Nachahmer Caritas
Aber wer hätte das gedacht? Jetzt ruft die Caritas dazu auf, dass sämtliche Österreicher ihre Klimaboni an die Caritas spenden sollen, damit diese sie wiederum an Familien weitergeben kann. „Brauch i das? Oder Caritas?“, lautet das Motto.
Es gehe darum, jene Menschen zum Helfen zu motivieren, für die der Klimabonus eben nicht den entscheidenden Unterschied mache. Mit dem Spenden des Klimabonus an die Caritas können sie Mitmenschen unterstützen, denen es finanziell gerade gar nicht so gut gehe, wird argumentiert.
Künstler in Werbespots
Ob es tatsächlich viele Personen geben wird, die auf den Klimabonus verzichten wollen? Um die Kampagne voranzutreiben hat man „Persönlichkeiten“ aus Theater, Film und Fernsehen gefunden. Darunter stellen Hilde Dalik und Ursula Strauss, Barbara Stöckl, Michael Ostrowski, Josef Hader und Dirk Stermann in verschiedenen Spots die Frage: „500 Euro Klimabonus. Brauch i das? Oder Caritas?“.
Häftlinge und Asylwerber
Man fragt sich, ob die Caritas auch mit gutem Beispiel vorangeht und transparent aufzeigt, wem sie das einkassierte Geld der Spendenwilligen zur Verfügung stellt? Es gibt jedenfalls zwei Personengruppen, die durchaus an die Caritas spenden könnten. Nämlich Häftlinge und Asylwerber. Letztere sind in der Grundversorgung und auch Häftlinge werden auf Steuerzahlerkosten durchgefüttert. Beide Gruppen sind bei weitem nicht auf den Klimabonus angewiesen.

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