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Heizung und Geld

Bei einer Familie in Oberösterreich wird es kalt: Die Arbeiterin kündigte Gas- und Netzvertrag, weil sie ihr mühsam verdientes Geld nicht derart „verheizen“ möchte.

30. September 2022 / 15:22 Uhr

„Es wird kalt bei uns!“ Arbeiterin kündigt wegen Preisschocks Gasheizung

Die Gas-Vorschreibung für eine Familie in Oberösterreich erhöhte sich von monatlich 104 auf 471 Euro. Deshalb wurde die Heizung nun komplett abgedreht.
Dramatischer Brief an Bundesregierung
Eine Arbeiterin, die namentlich nicht genannt werden möchte, schrieb einen dramatischen Brief an die gesamte Bundesregierung, dem Landeshauptmann und auch dem Bürgerbüro „Team Kickl“. Vorweg meinte sie zu FPÖ-Parteichef Herbert Kickl:

Zugegeben bin ich „Ihrer“ Partei immer etwas mit Vorsicht und Skepsis begegnet, aber das lag wahrscheinlich an der direkten und klaren Wortwahl, die ich oft als brutal und hart empfunden habe und ich mich damit in meiner gemütlichen Komfortzone in keinster Weise beschäftigen wollte. Nun hat mich die Realität eingeholt….

„Arbeite nicht, um mein mühsam verdientes Geld zu verheizen“
Die Realität sieht bei ihr so aus: Die Gas-Vorschreibung wurde von monatlich 104 (14. Juli 22) auf 471 Euro ab 1. Oktober 2022 erhöht. Ein Preisschock mit Folgen: Die Frau kündigte sowohl Gas-, als auch Netzvertrag. Nun werde es kalt bei ihr zu Hause, schrieb sie an die Politiker. Wörtlich meinte sie in diesem Brief:

Ich mache da nicht mehr mit. Ich stehe jeden Tag um halb fünf auf und muss 40 Stunden die Woche arbeiten – aber doch bitte nicht, um mein mühsam verdientes Geld derart „zu verheizen“. Willkommen in der Realität. Und bitte kein Wort über den Energiebonus, der – wie man sieht – ein Tropfen auf den heißen Stein ist. Und auch dieses Thema möchte ich besser nicht weiter vertiefen.

„Bin verzweifelt, zornig, enttäuscht und am Limit“
Sie habe mit ihrer Familie bisher alles mitgetragen, sei bisher eine mit der Politik so weit zufriedene Österreicherin gewesen. Auch die vergangenen beiden Jahre hätte sie und ihre Familie trotz der Herausforderungen gemeistert. Sehr wohl mit großer Sorge, weil ihr Sohn (15 Jahre) nach zwölf (!!) Stunden Maskentragens (zehn Stunden HTL inklusive zwei Stunden Zugfahrt) abends nach Hause gekommen sei und, so wie das Gesicht ihrer Tochter (13 Jahre), durch das endlose Maskentragen entstellt gewesen sei.
Aber nun sei ein Punkt erreicht, „wo ich eine klare Antwort von den Politikern fordere – denn ja, ich bin verzweifelt, zornig, enttäuscht und am Limit“.

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