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Silber

Silber ist bei Anlegern sehr beliebt, besonders bei den kleinen Leuten. Das wissen inzwischen auch die BRD-Politiker und versuchen nun, ihnen diesen Inflationsschutz madig zu machen.

5. Oktober 2022 / 16:13 Uhr

Nächster Schlag gegen den kleinen Mann: Regierung will Silbersteuer erhöhen

Bekanntlich ist Silber das Gold des kleinen Mannes. Die BRD-Machthaber wollen nun besagte ohnehin schon unter den Preissteigerungen Leidende noch mehr unter Druck setzen, indem sie die Steuern auf das einstmals kostengünstige Edelmetall erhöht.
EU wollte „Steuerprivileg“ abschaffen

Das Bundesfinanzministerium plant der FAZ zufolge, die Besteuerung auf Silbermünzen zu erhöhen. Genauer gesagt soll die „Differenzbesteuerung“ auf Silbermünzen ab sofort fallen. Aber wie konnte es dazu kommen? Hintergrund ist die Tatsache, dass im Jahr 2014 die Mehrwertsteuer auf Silber von bisher sieben auf 19 Prozent angehoben wurde. Damit gab die Bundesregierung dem Drängen der Europäischen Union (EU) nach, das „Steuerprivileg“ auf Silbermünzen abzuschaffen und eine EU-weite Harmonisierung herbeizuführen.
Doch Berlin war gnädig, erlaubte eine Differenzbesteuerung: Für aus dem Nicht-EU-Ausland importierte Silbermünzen (wie zum Beispiel Maple Leaf (Kanada) oder American Eagle (USA) wurde der Mehrwertsteuersatz nur auf den Unterschied zwischen Kundenverkaufspreis und Händlereinkaufspreis erhoben. Auf diese Weise konnte der Steuererhöhungs-Effekt beim Kauf von Silbermünzen quasi neutralisiert werden. Wird die Differenzbesteuerung jetzt aber aufgehoben, ist mit einer Verteuerung der Silbermünzen im Handel um ungefähr zwölf Prozent zu rechnen.
Münz-Preis bereits über Silber-Marktpreis

Die geplante Steuererhöhung auf Silbermünzen ist für alle, die ihr Geld vor dem Kaufkraftverfall des Euro schützen wollen, von großem Nachteil. Der Nettopreis der Silbermünzen liegt in der Regel bereits deutlich über dem Silber-Marktpreis, und eine Mehrwertsteuererhöhung vergrößert die Kostenbelastung für den Silbermünzen-Anleger noch weiter. Die Attraktivität der Silbermünzen wäre stark gemindert.
Eine Mehrwertsteuererhöhung auf Silbermünzen wird es den Anlegern noch schwerer machen, sich vor den Folgen der Inflation zu schützen. Entsprechend groß ist der „Aufruhr bei Anlegern und Händlern“, wie Börse Online titelte. Anleger, die weiter auf Silber setzen wollen, würden fortan wohl auf den Erwerb von Silberbarren ausweichen: Die handelsüblichen Aufschläge auf den Rohsilberpreis fallen bei Barren vergleichsweise geringer aus. Oder Anleger fragen verstärkt Goldmünzen, etwa Krugerrand (Südafrika) und American Eagle (USA), nach, auf die keine Mehrwertsteuer erhoben wird.

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