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Gute Laune beim Lateinamerika-Fest, von links: ÖGFLA-Mitglied Desiree Dohr, ÖGFLA-Präsident Martin Graf, ÖGFLA-Obmann Walter Gehr und der brasilianische Botschafter Nelson Antonio Tabajara de Oliveira.

5. Juli 2022 / 12:17 Uhr

Brasilianischer Botschafter huldigte bei Lateinamerika-Fest die Rolle Österreichs nach der Unabhängigkeit

Die Österreichische Gesellschaft der Freunde Lateinamerikas (ÖGFLA), die Österreich Paraguay Gesellschaft (OE-PY) und das Freiheitliche Bildungsinstitut (FBI) luden am Montag, 4. Juli, zum Sommerfest in den „Ferdinandihof“ in die Wehrgasse im fünften Wiener Gemeindebezirk.
Wiener Schnitzel und Grüner Veltliner
„Stargast“ des Abends war der Botschafter von Brasilien, Nelson Antonio Tabajara de Oliveira, der ein sehr emotionales Referat über die guten Beziehungen zwischen den Ländern Österreich und Brasilien hielt und zudem über seinen Arbeitsplatz in Wien, den er seit drei Monaten inne hat, schwärmte. Schließlich war auch schon sein Vater Botschafter in Österreich. Er liebe das Land, die Menschen, das gute Essen und den Wein, vor allem das Wiener Schnitzel und den Grünen Veltliner.
Goldgelb in Flagge erinnert an Habsburger
In seinem Impuls-Referat strich der Botschafter vor allem die Rolle Österreichs nach der Unabhängigkeit Brasiliens vor 200 Jahren hervor. Auf die Habsburger-Kaiserin Leopoldine, die die Sklaverei abschaffte und Spitäler in leerstehenden Häusern einrichtete, seien seine Landsleute noch heute stolz. Auf Leopoldine geht auch das habsburgische Goldgelb in der brasilianischen Nationalflagge zurück.
Unabhängigkeitsfeier auch in Österreich
Nelson Antonio Tabajara de Oliveira erwähnte außerdem die intensiven Wirtschafts-Beziehungen der beiden Länder speziell im Bereich der Lebensmittel-Importe, die immer häufiger aus nachhaltiger Landwirtschaft Brasiliens stammen würden. Zudem kündigte der Botschafter an, die 200-Jahr-Feier der Unabhängigkeit Brasiliens auch in Österreich groß feiern zu wollen – mit Ausstellungen zum Beispiel im Naturhistorischen Museum und Konzerten in der brasilianischen Botschaft.
Zauberer machte aus zehn Euro 200
Der gut gelaunte Ehrengast aus Brasilien staunte im geselligen Teil des Abends über die Tricks von Zauberweltmeister Tony Rei, der ihm im Handumdrehen einen Zehn-Euro-Schein in einen 200-Euro-Schein verwandelte.

Magier-Weltmeister Tony Rei zeigt dem brasilianischen Botschafter, wie man auf zauberhafte Weise Geld vermehrt.
Unterstützung von sozialen Projekten
Die Veranstalter des Sommerfestes, ÖGFLA-Präsident Nationalratsabgeordneter Martin Graf und OE-PY-Präsident Walter Asperl, konnten zahlreiche Gäste begrüßen, darunter auch viele Förderer der beiden Vereine, die sich zur Aufgabe gemacht haben, deutschsprachige Einrichtungen in Südamerika zu unterstützen. Still und leise, ja fast unbemerkt von der Öffentlichkeit und ohne einen Euro staatlicher Subvention, werden finanzielle Mittel für soziale Projekte zur Verfügung gestellt.
Ein echtes Erfolgsmodell ist dabei die Schule Independencia in Paraguay, die schon seit zehn Jahren unterstützt wird. Die Schule gehört zu drei Auswanderer-Kolonien, die etwa drei Autostunden östlich der Hauptstadt Asunción angesiedelt sind. Des Weiteren wurde erst kürzlich Gerätschaft an eine Freiwillige Feuerwehr in Chile geschickt.

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