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Demo gegen Zelte in St. Georgen

Zur Demonstration gegen das Aufstellen von 17 Zelten mit je acht Mann beim Erstaufnahmezentrum Thalham haben alle Gemeinderats-Fraktionen von St. Georgen aufgerufen. 1.400 Bürger gingen dann auf die Straße, um ihren Unmut kundzutun.

28. Oktober 2022 / 08:10 Uhr

1.400 Bürger in St. Georgen protestierten gegen „Campingplatz für Migranten“

Am Nationalfeiertag, an dem eigentlich die Neutralität Österreichs gefeiert werden sollte, rückten in St. Georgen im Attergau, Bezirk Vöcklabruck in Oberösterreich, 1.400 Bürger der 4.476-Seelen-Gemeinde zum Protest gegen einen „Campingplatz für Migranten“ aus.

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Schwarz-Grün protestierte gegen schwarz-grüne Asylpolitik

Brisant: Zur Demonstration gegen das Aufstellen von 17 Zelten mit je acht Mann beim Erstaufnahmezentrum Thalham haben alle Gemeinderats-Fraktionen von St. Georgen aufgerufen, also auch die ÖVP, die mit Ferdinand Aigner den Bürgermeister stellt, und die Grünen. Schwarz-Grün demonstrierte somit ebenfalls gegen die Asylpolitik der schwarz-grünen Bundesregierung.

Buhrufe nach Rede des grünen Gemeinderats

Die Grünen konnten dann anscheinend doch nicht ganz aus ihrer Haut als „Willkommensklatscher“. Als deren Gemeinderat zu den Bürgern sprach, meinte dieser, dass die derzeitige Asylkrise nicht mit jener aus 2015 vergleichbar sei. Das sorgte für Unmut unter den Demonstrationsteilnehmern, es gab Buhrufe und Pfiffe. Sie ließen sich kein X für ein U vormachen, schließlich sind die Asylzahlen und die Zahl der Menschen, die sich heuer in der Grundversorgung befinden, nahe dem Katastrophenjahr 2015.

ÖVP-Bürgermeister wehrte sich gegen mediale Verunglimpfung

Den Aufmarsch gegen „Flüchtlingszelte“ hatte Info-Direkt-Chefredakteur Michael Scharfmüller vor Ort miterlebt und auch Interviews eingefangen. Auf die Frage, ob die Veranstaltung wie von Oe24, Kronen Zeitung und Heute behauptet, von Rechtsextremen missbraucht werde, sagte Bürgermeister Ferdinand Aigner von der ÖVP:

Ich hatte absolut nicht den Eindruck. Bei der Veranstaltung am Hauptplatz hat es überhaupt nichts gegeben… Ich lasse mir von den Medien diese Veranstaltung nicht zusammenhauen.

FPÖ-Gemeiderat: „Problem bei der Wurzel packen“

Franz Schneeweiss, FPÖ-Gemeinderat in St. Georgen, sagte, wer meine, Kalkutta retten zu müssen, werde selbst zu Kalkutta. Von Umverteilung halte er nichts, man müsse das Problem an der Wurzel packen.

Ein Bürger meinte, er sei deshalb da, weil die Zustände einfach unerträglich seien. Und eine Frau, die das Transparent mit der Aufschrift „Was habt ihr SPÖ ÖVP und Grüne Politiker aus unserem schönen Land gemacht!!“ in den Händen hielt, sagte in die Kamera:

Die Roten sagen, wir haben kein Flüchtlingsproblem. Die Schwarzen und die Grünen ducken sich weg. Man muss einmal unterscheiden zwischen Kriegs- und Wirtschaftsflüchtlinge. Man muss die Grenzen schützen. Wir brauchen unbedingt die FPÖ in der Regierung, das ist ganz wichtig.

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