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Pamela Rendi-Wagner

Mit ihrer Ignoranz gegenüber illegaler Masseneinwanderung und Asyl-Krise hat die SPÖ-Vorsitzende ihre Partei in den Sinkflug gebracht.

22. November 2022 / 13:49 Uhr

Richtungsstreit in der SPÖ eskaliert. Doskozil sägt an Rendi-Wagners Chefsessel

Nach kurzem Waffenstillstand scheint durch eine vom burgenländischen Landeshauptmann lancierte Umfrage, der Machtkampf in der SPÖ wieder aufgeflammt zu sein. Hier die farblose Parteivorsitzende Pamela Rendi-Wagner, dort der aufmüpfige Hans Peter Doskozil. Ein Streit, der die Partei in neue Turbulenzen bringt.

Rendi-Wagner unglaubwürdig

Eine unfähige Regierungskoalition, gepaart mit Rekordinflation und Teuerungswelle schien ein aufgelegter Elfmeter zu sein, für die ehemalige Arbeiterpartei SPÖ. Ein Elfmeter, den Rendi-Wagner weit über das Tor, in die Zuschauerränge, schoss. Zu unglaubwürdig war ihre Kritik an der Bundesregierung, die nichts gegen die Teuerung unternahm.

Denn gleichzeitig drehte ihr mächtiger Unterstützer, Wiens Bürgermeister Michael Ludwig, an der Gebührenschraube, verteuerte mehrmals die Mieten im Gemeindebau und verteuerte die Fernwärme um 90 Prozent. „Wo die SPÖ regiert, wird abkassiert“, textete FPÖ-Wien Obmann Dominik Nepp.

Zu guter Letzt konnte die Parteivorsitzende kein Asylproblem erkennen. Ungeachtet der Rekordwerte bei Asylanträgen und überquellenden Unterkünften. Die Folge war ein Absacken der Umfragewerte auf 25-27 Prozent und ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit einer geradlinigen FPÖ.

Doskozil sieht neue Chance auf Spitzenkandidatur

Für das öffentliche Aufbrechen des internen Machtkampfes sorgte nun eine von Doskozil beauftragte Umfrage. Demnach soll die SPÖ mit einem Spitzenkandidaten Doskozil derzeit auf 32 Prozent kommen, Rendi-Wagner soll hingegen nur 27 Prozent für sich und die Partei begeistern können. Wasser auf die Mühlen des passionierten Rendi-Wagner-Kritikers Doskozil.

Eine Aktion des Burgenländers, die in der Wiener SPÖ-Parteizentrale jedoch als Affront gegen die Parteivorsitzende aufgefasst wurde und am gestrigen Montag zu einem hitzigen Wortgefecht auf Twitter, zwischen Doskozils Landesgeschäftsführer Roland Fürst und dem “Chef vom Dienst” für digitale Kommunikation in der Löwelstraße, Thomas Walach, geführt hat.

Wie eine derart zerstrittene Partei den Führungsanspruch im Land erheben kann, ist mehr als fragwürdig.

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