Die Corona-Hysterie fordert immer mehr Opfer: Seit Monaten dürfen Seeleute, die an Bord ihrer Frachtschiffe sind, nicht auf das Festland.

Foto: Jon Eben Field / wikimedia.org (CC-BY-2.0)
400.000 Seeleute befinden sich international in See-Quarantäne

Eine neue humanitäre Baustelle tut sich jetzt im Zuge der Coronavirus-Pandemie international auf. Rund 400.000 Seeleute dürfen wegen der Reise-Restriktionen nicht auf das Festland kommen und sind teilweise bereits seit 17 oder mehr Monaten auf See. Internationale Standards erlauben aber maximal elf Monate eines durchgehenden Aufenthalts an Bord ohne Landgang.

Diesen Landgang machen aber viele Covid-19-Maßnahmen für die Seeleute rechtlich und faktisch unmöglich. Das UNO-Büro für Menschenrechte in Genf verurteilte diesen Zustand als menschenrechtswidrig. Die Verträge der meisten Seeleute sind bereits ausgelaufen, doch sie dürfen weiterhin nicht an Land. Und auch die neuen Schiffsmannschaften, die sie eigentlich ablösen sollte, können in vielen Fällen nicht an den dafür notwendigen Zielort.

Schlüsselarbeiter-Status soll für Seeleute Ausweg bringen

Betroffen von diesen Einschränkungen sind Seeleute auf Container- und anderen Frachtschiffen, aber auch auf Fischkuttern sowie Öl- und Gasplattformen. Laut UNO würde die seelische Gesundheit der Menschen beeinträchtigt, ebenso wie die Menschenrechte auf Bewegungsfreiheit und das Recht auf ein Familienleben.

Gewerkschaften haben nun vorgeschlagen, diese Seeleute als „Schlüsselarbeiter“ zu deklarieren, für die weniger strikte Reisebeschränkungen gelten. Damit könnte wieder ein Landgang und ein personeller Austausch der Schiffsmannschaften erfolgen.

Frachtschiff

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