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Medienverdacht: Beim BVT sollen Beziehungsfäden zu den Herstellern des „Ibiza-Videos“ zusammenlaufen.

31. Mai 2019 / 14:04 Uhr

„Ibiza-Gate“: Weitere heiße Spuren sollen zum BVT führen

In der sogenannten Kriminal- und Geheimdienstcausa „Ibiza Gate“ sollen weitere heiße Spuren in Richtung des zum Innenministerium gehörenden BVT (Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung) führen. Nach Veröffentlichungen der gewöhnlich sehr gut informierten Rechercheplattform eu-infothek sollen auf Ibiza Spuren zum mutmaßlichen Beteiligten Julian Hessenthaler vulgo Julian Thaler führen, der dort mit eigener Kreditkarte und Klarnamen im Handels- und Dienstleistungsverkehr aufgetreten sein soll.

Auch weitere Indizien zu persönlichen Kontakten des Sicherheitsfirmennetzwerks rund um Hessenthaler und exponierten Vertretern des BVT sollen bereits aufgedeckt worden sein, wie eu-infothek berichtet. So soll es auch im privaten Rahmen zu engeren Zusammenkünften gekommen sein, die den Beteiligten wegen diverser Vorkommnisse noch gut in Erinnerung sein müssen.

Betriebsspionage-Fall läuft bei Staatsanwaltschaft Krems zusammen

So sollen umfangreiche Ermittlungen im Falle eines mutmaßlichen Betriebsspionage-Falls bei der Staatsanwaltschaft Krems zusammengelaufen sein. In die Ermittlungen soll auch das BVT bzw. einzelne Mitarbeiter eingebunden worden sein. In weiterer Folge soll es zur teilweisen Einstellung des Verfahrens gegen Beteiligte, die auch bei „Ibiza-Gate“ eine Rolle spielen sollen, gekommen sein. Ein Prozess in diesem Zusammenhang Anfang Juni könnte dazu weitere Informationen liefern.

In diesem Zusammenhang weist eu-infothek auf die gängige Praxis von Vereinbarungen zwischen Ermittlern und Repräsentanten des Milieus bei Kriminal- und Geheimdienstfällen hin. Geheimdienst- und Sicherheitsexperten gehen aktuell  jedenfalls in der Causa „Ibiza-Gate“  mehr denn je davon aus, dass operativ nach dem Lehrbuchwissen in Sachen Spionage und „Zersetzung“ mit der Methodik des DDR-Staatssicherheitsdienstes operiert worden sei.

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