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Der mächtige rote Ex-Eisenbahnergewerkschafter Haberzettel hat derzeit mit dem Staatsanwalt zu tun.

16. März 2019 / 19:15 Uhr

„Profil“: Roter Ex-Gewerkschafter Haberzettel im Visier der Staatsanwaltschaft

Jetzt kommt es Schlag auf Schlag für den roten Ex-Eisenbahnergewerkschafter Wilhelm Haberzettel im Zusammenhang mit seiner Vorstandstätigkeit in der Bau-, Wohn- und Siedlungsgenossenschaft (BWSG) der Eisenbahner. Wie das linke Nachrichtenmagazin Profil in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, sieht sich der SPÖ-ler Haberzettel massiven strafrechtlichen Vorwürfen ausgesetzt. Dabei soll es um einen strafrechtlichen Untreuevorwurf, der an die Staatsanwaltschaft (StA) herangetragen worden ist, mit einer kolportierten Schadenssumme von 2,5 Millionen Euro gehen, wie Profil schreibt:

Bei der Staatsanwaltschaft Wien langten am Donnerstag eine mehr als 60seitige Sachverhaltsdarstellung sowie ein 128seitiger Bericht von PricewaterhouseCoopers (PwC) ein, der detailliert nachzeichnet, wie Haberzettl und weitere Konzernmitarbeiter die Eisenbahner-Wohnbaugesellschaft um „mindestens 2,5 Millionen Euro“ geschädigt haben sollen. Verantworten sollen sich dafür nicht nur der Vorstand, sondern auch eine weitere Führungskraft, ein Gutachter und zwei Immobilienunternehmer.

Für alle Beteiligten gilt die Unschuldsvermutung.

Rote Wohnbaugenossenschaft möchte Immobilien beschlagnahmen

Der rote Genossenstreit zieht immer weitere Kreise. Jetzt steht auch eine Beschlagnahme von Liegenschaften im Zusammenhang mit Unregelmäßigkeiten im Raum, wie Profil zu berichten weiß:

Laut Anzeige sollen zwei Liegenschaften in der Wiener Marxergasse und in der Treustraße zu billig verkauft worden sein. Die Wohnbaugesellschaft BWSG stellte bei der Staatsanwaltschaft den Antrag, die beiden Immobilien zu beschlagnahmen.

Diese Aktion ist im laufenden Arbeiterkammerwahlkampf jedenfalls keine Empfehlung für die roten Genossen unter AK-Präsidentin Renate Anderl und Co. Viele Jahren waren sie gemeinsam mit Haberzettel an den Futtertrögen der Fraktion Sozialdemokratischer Gewerkschafter (FSG) in ÖGB und AK gesessen. Da scheinen die derzeit in einzelnen Bundesländern auftretenden Unregelmäßigkeiten bei den AK-Wahlunterlagen noch das geringere Übel zu sein.

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