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Der aus den USA stammende Marmorkrebs bedroht durch Massenvermehrung und die Übertragung von Krebspest heimische Arten.

28. Oktober 2018 / 16:36 Uhr

Tödliche Zuwanderung: Marmorkrebse gefährden heimische Krebsarten in Flüssen und Teichen

Tödliche Zuwanderer haben sich in unseren heimischen Fischgewässern breit gemacht. Es handelt sich um die ursprünglich aus den USA stammenden Marmorkrebse. Lange Zeit wurde diese Art nur in Aquarien in der Bundesrepublik Deutschland und Österreich gehalten. Ihre Heimat in den USA sind die Bundesstaaten Florida und Georgia. Von dort gelangten sie als Aquarienbesatz nach Europa und damit in unsere geographischen Breiten. Der Marmorkrebs ist wegen seiner Gefahr als biologischer Zuwanderer bereits 2016 in die EU-Liste invasiver Arten aufgenommen worden.

Aktuell wurden sie jetzt in einem Fischteich in der Stadt Salzburg entdeckt. Die Marmorkrebse sind Allesfresser, die die ursprünglichen Arten in unseren Flüssen und Teichen verdrängen, denn sie vermehren sich nicht nur rasend schnell, sondern übertragen auch die tödliche Krebspest an andere Artgenossen.

Jungfernzeugung und Krebspest als Killer für heimische Arten

Die sogenannte „Jungfernzeugung“, das heißt eine geschlechtslose Vermehrung, da Männchen bei der Art Marmorkrebs unbekannt sind, führt zu einer rasanten Entwicklung auftretender Populationen. Darüber hinaus hat der Marmorkrebs auch die Fähigkeit, bei feuchter Witterung über längere Strecken das Wasser zu verlassen und über Land bis zum nächsten Teich oder Fluss zu wandern. Die Krebspest wird durch den Marmorkrebs in heimischen Gewässern an hier ursprünglich vorkommende Arten übertragen und führt jedenfalls zum Tod der befallenen Tiere.

Eine Heilung oder ein Gegenmittel außer eine völlige Ausleitung und Desinfektion von künstlichen Teichbecken ist bisher nicht bekannt.

Marmorkrebse sind nicht die einzigen tödlichen Zuwanderer, die unsere heimische Natur- und Umwelt heimsuchen. Die heimischen Eschenbestände werden etwa durch eine tödlichen asiatischen Pilz bedroht.

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