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Für Noch-Staatspräsident Jacob Zuma hat seine eigene Partei ANC den Abgang beschlossen.

14. Februar 2018 / 06:17 Uhr

Jacob Zuma: Afrikanischer Nationalkongress beschließt Abberufung als Präsident

Die Würfel über die politische Zukunft des südafrikanischen Staatspräsidenten Jacob Zuma sollen gefallen sein. Eine 13-stündige Sitzung des Politbüros der Staatspartei Afrikanischer Nationalkongress (ANC) soll beschlossen haben, dass Südafrikas Staatsoberhaupt binnen 48 Stunden seinen Rücktritt einreichen muss. Tut er das nicht, dann soll das vom ANC dominierte Parlament Zuma das ausdrückliche Misstrauen aussprechen und ihn damit abwählen. Seine reguläre Amtszeit hätte noch bis 2019 gedauert.

Die Sitzung des ANC wurde von Parteichef und Vizepräsident Cyril Ramaphosa geleitet, der auch beauftragt worden sein soll, den Beschluss des Parteigremiums dem Staatspräsidenten persönlich mitzuteilen. 

Südafrika unter Zuma ist eine Hochburg der Korruption

Zuma, der 2009 Südafrika und den ANC von Nelson Mandela übernommen hatte, ist das lebendige Symbol für Korruption und Misswirtschaft am Kap der guten Hoffnung. Der Staatspräsident hatte in den neun Jahren seines Regimes Südafrika sowohl politisch als auch ökonomisch an den Abgrund geführt. Verschwendung und autoritäre Regierungspolitik haben internationale Investoren verschreckt und einen Teil der weißen Bevölkerung, die das Rückgrat vieler Wirtschaftszweige sind, zum Auswandern gezwungen.

Viele Mitstreiter aus den Tagen des Kampfes unter Nelson Mandela gegen das weiße Apartheid-Regime sind zur aktuellen Staatsführung auf Distanz gegangen.

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