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Peter Pilz: Steht ein Comeback der „Primadonna“ bevor? Oder pokert er nur hoch?

16. Januar 2018 / 08:37 Uhr

Peter Pilz will wieder ins Parlament – doch keiner will ihm freiwillig Platz machen

Der Möchtegern-Saubermann Peter Pilz hatte zwar die Nationalratswahl 2017 gewonnen, aber dann doch verloren. Peter Pilz trat das errungene Mandat nach 31 Jahren Parlamentszugehörigkeit nicht an, und das, obwohl doch der Verbleib im Nationalrat die eigentliche Motivation zur Gründung der Liste Pilz gewesen war.

In mindestens 40 Fällen war ihm sexuelle Belästigung einer seinerzeitigen Mitarbeiterin vorgeworfen worden. Die damals eingeschaltete Gleichbehandlungsanwaltschaft sah die Vorwürfe als begründet an. Doch letztlich zu Fall brachte Peter Pilz das Begrapschen einer ÖVP-Dame in Alpbach 2013 in angeblich alkoholisiertem Zustand. Soweit die bekannten pikanten Abenteuer des Peter Pilz.

31 Jahre im Nationalrat – Fortsetzung von Pilz gewünscht

Wenige Monate nach seinem spektakulären Mandatsverzicht möchte Peter Pilz wieder zurück in die Politik, und das „sofort“ – wer hätte das gedacht. Absolut alle im Klub hätten sich für seine Rückkehr ins Parlament ausgesprochen. „Ich bin sehr zufrieden“, zeigt sich Pilz selbstverliebt, „das tut mir gut. Eine gute Entwicklung.“

Alle Plätze besetzt: Erste Mandatare lehnen Verzicht ab

Doch wer wird von den angetretenen Nationalratsabgeordneten bereit sein, sein Mandat für Peter Pilz aufzugeben?

Zumindest vier der acht Mandatare geben als Beruf „Nationalratsabgeordneter“ an; sie werden wohl nicht freiwillig auf ihren Lebensunterhalt verzichten. Von den anderen vier kommt einer aus der Arbeiterkammer, und ein weiterer ist freischaffender Künstler. Bleiben noch die beiden Rechtsanwälte, darunter Alfred Noll, der Mann hinter der Liste Pilz.

Martha Bißmann, die infolge des Verzichts das Nationalratsmandat von Peter Pilz erhielt, und Bruno Rossmann gaben unmittelbar nach der Ankündigung von der Pilz-Rückkehr bekannt, dass sie nicht auf ihr Mandat zugunsten ihres Parteigründers verzichten werden. Und ein „Weisungsrecht“ gegenüber seinen Parteikollegen dürfte Pilz nicht haben

 

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