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IWF-Präsident buhlt um Wiederbestellung- Aber die Justiz ermittelt.

IWF

27. Januar 2016 / 15:00 Uhr

Internationaler Währungsfonds: Lagarde kämpft um zweite Amtszeit

Es tut sich was hinter den Polstertüren des mächtigen Internationalen Währungsfonds (IWF). Christine Lagarde, seit 2011 Präsidentin des IWF, möchte ihr Mandat verlängern. Dafür rührt die einflussreiche Finanzpolitikerin in Washington und Brüssel bereits kräftig die Werbetrommel. Als IWF-Chefin hat sie in den letzten Jahren für die Mächtigen in Politik und Hochfinanz die Griechenlandkrise versucht zu meistern. Mit harter Hand und als Verbündete der internationalen Finanzwelt hielt sie dabei das Schiff auf Kurs.

Dies gefiel vor allem den Spitzenmanagern in der internationalen Bankenszene, die dadurch ihre Kreditrisiken in Griechenland zumindest zum Teil in den Griff bekommen konnten. Dabei kam ihr die frühere Karriere als Chefin der US-Anwaltskanzlei Baker & McKenzie zu Gute.

Französische Justiz ist hinter Lagarde her

Während international die Unterstützung für eine weitere Amtsperiode von Lagarde bereits so gut wie fix ist, droht ihr aus ihrer alten politischen Heimat Frankreich Ungemach. Lagarde war zwischen 2007 und 2011 Wirtschaftsministerin unter dem konservativen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy. In diese Zeit fällt auch die Genehmigung einer zweifelhaften Entschädigungszahlung an den linken Ex-Politiker und Geschäftsmann Bernard Tapie. Hier ermittelt die Pariser Justiz und drängt auf eine strafrechtliche Verhandlung gegen die ehemalige Ministerin. Dieses Verfahren, das von Lagarde bekämpft wird, könnte ihre weitere Karriere beim IWF noch gefährden. 

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