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Die Last der Flüchtlinge trägt Österreich, gute Geschäfte macht damit eine Schweizer Firma.

21. Oktober 2015 / 18:30 Uhr

Schweizer Firma verdiente eine Million mit Flüchtlingen in Österreich

Das Geschäft mit Flüchtlingen boomt wie nie zuvor. Allein mit der Betreuung von Flüchtlingen kann man in Österreich gut verdienen. Die schweizerische ORS Service AG, die unter anderem über ihre Tochterfirma ORS Service GmbH hierzulande für die Bundesbetreuungsstelle Traiskirchen zuständig ist, weist für das vergangene Jahr bei einer Bilanzsumme von 12,1 Millionen einen Bilanzgewinn von einer Million aus. 500.000 Euro davon werden an die Gesellschafter ausgeschüttet.

Auch Gabcikovo wird von ORS betrieben

Eigenen Angaben zufolge betreuen die rund 400 Mitarbeiter täglich rund 6.000 Asylwerber. Neben den etablierten Einrichtungen wie in Traiskirchen und Thalham ist die ORS Service GmbH nun auch für die neu eingerichteten Verteilerzentren sowie für Kasernenquartiere wie etwa jenes in Klosterneuburg zuständig. Auch betreibt das Unternehmen die Grundversorgungseinrichtung im slowakischen Gabcikovo.

In der südslowakischen Stadt Gabcikovo sind mittlerweile laut Innenministerium 485 Flüchtlinge, deren Asylverfahren in Österreich läuft, untergebracht. UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon besuchte am Montag gemeinsam mit Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) und ihrem slowakischen Amtskollegen Robert Kalinak die Flüchtlingsunterkunft. Wie berichtet, wehrten sich die Bürger bei einer Volksbefragung gegen das Heim für Flüchtlinge in ihrem Ort. 97 Prozent stimmten dagegen. Das Projekt wurde aber trotzdem realisiert.

Kritik von Hilfsorganisationen

Ursprünglich war die Vereinbarung zwischen Österreich und der Slowakei zur vorübergehenden Unterbringung der Asylwerber im Juli abgeschlossen worden, um das überfüllte Erstaufnahmezentrum Traiskirchen zu entlasten. Demnach sollten bereits Ende September 500 Flüchtlinge in der südslowakischen Stadt betreut werden.

Allerdings verzögerte sich die Überstellung der Flüchtlinge, weil sich offenbar viele weigerten. Hilfsorganisationen kritisieren, dass Flüchtlinge, die einer Verlegung nicht zustimmen, die Grundversorgung verlieren würden.

Allianz aus Hochfinanz und Asylindustrie

Entwirrt man das Firmengeflecht der ORS Service AG, offenbart sich eine unheilige Allianz aus Hochfinanz und Asylindustrie. Hinter der Aktiengesellschaft steht die Beteiligungsgesellschaft „Equistone Partners Europe“, die rund 30 institutionellen Anlegern gehört – und der „Barclays Bank“ – dem Schlachtschiff der Bankiersfamilie Rothschild. Vorsitzender von Barclays war bis vor wenigen Jahren der Rothschild-Schwiegersohn Marcus Agius. Unzensuriert-TV hat in der aktuellen Ausgabe die Verstrickungen genau unter die Lupe genommen.

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